Kemnath
29.01.2024 - 15:36 Uhr

Neuer Defibrillator in Kemnath soll Leben retten

In Kemnath gibt es einen neuen automatischen Defibrillator im Innenhof des Rathauses. Wie das Gerät im Notfall zum Einsatz kommt und was es dabei für Ersthelfer zu beachten gilt.

Im Innenhof des Rathauses in Kemnath befindet sich ein neuer automatischer Defibrillator (AED). Damit können Ersthelfer auch ohne medizinische Kenntnisse Leben retten. Das Bild zeigt (von links) Bürgermeister Roman Schäffler sowie die Ersthelfer-Verwaltungsmitarbeiterin Magdalena Kirschbauer und Verwaltungsmitarbeiter sowie Kommandant der Kemnather Feuerwehr Peter Denz. Bild: Stadt Kemnath/exb
Im Innenhof des Rathauses in Kemnath befindet sich ein neuer automatischer Defibrillator (AED). Damit können Ersthelfer auch ohne medizinische Kenntnisse Leben retten. Das Bild zeigt (von links) Bürgermeister Roman Schäffler sowie die Ersthelfer-Verwaltungsmitarbeiterin Magdalena Kirschbauer und Verwaltungsmitarbeiter sowie Kommandant der Kemnather Feuerwehr Peter Denz.

Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Der Stromstoß eines automatischen Defibrillators (AED) kann in der Zeit vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes und des Notarztes Leben retten, wenn er durch Ersthelfer zeitnah zum Einsatz kommt. In Kemnath gibt es einen neuen und öffentlich zugänglichen Defibrillator, der an der Fassade im Innenhof des Rathauses installiert ist, gleich neben dem barrierefreien Eingang. Der neue "Defi" wurde als Ersatz für das alte Gerät angeschafft, das im Rathaus stationiert war.

Dabei handelt es sich um ein Gerät, das auch ohne medizinische Vorkenntnisse eingesetzt werden kann. Wer das Gerät verwendet, brauche nur den Anweisungen des automatischen integrierten Assistenzsystems zu folgen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Diese gibt Tipps, wie in Notfall gehandelt werden sollte. Vor der Anwendung des Defibrillators gelte es folgende Schritte zu beachten: Es gilt zu prüfen, ob die Person ansprechbar ist und atmet, bevor der Notruf über die Nummer 112 gewählt wird. Atmet die Person nicht mehr, sollte Erste Hilfe durch Wiederbelebung mittels Herzdruckmassage und Beatmung gestartet werden. Zuletzt wird der Defibrillator eingesetzt.

Da die Wiederbelebung nicht unterbrochen werden darf, sollten mindestens zwei Personen die Maßnahme durchführen. Außerdem sei es laut Mitteilung wichtig, dass der Patient nicht im Wasser liegt und sich auf einem nichtleitenden Untergrund befindet. Weil der Defibrillator im Freien aufbewahrt wird, muss er durch einen speziellen beheizten Wandkasten vor der Witterung geschützt werden. Der Deckel des Kastens kann mit einer Drehung nach rechts abgeschraubt werden, um das Gerät zu entnehmen.

Im nächsten Schritt wird der Deckel des Defibrillators geöffnet, in dem sich die Elektroden und eine bebilderte Anleitung befinden. Der kompakte Lebensretter analysiert zunächst den Herzrhythmus des Patienten. Der Patient sollte in diesem Moment weder berührt noch bewegt werden. Die Software entscheidet dann, ob die Auslösung eines Impulses notwendig ist. Das ist etwa der Fall, wenn eine starke Herzrhythmusstörung wie Kammerflimmern vorliegt. Dann erst wird die Funktion des Defibrillators freigeschaltet.

Im Fall eines Herzstillstandes hilft kein Stromstoß, sondern es muss die manuelle Wiederbelebung mittels einer Herzdruckmassage fortgesetzt werden. Auch in diesem Fall überprüft das Gerät in regelmäßigen Abständen den Herzrhythmus, die Elektroden dürfen nicht abgenommen werden. Was genau zu tun ist, sagt das Gerät. Ersthelfer brauchen keine Angst haben, etwas falsch zu machen. "Trotz der einfachen Bedienbarkeit des Gerätes empfiehlt es sich, die Anwendung eines AED für den Notfall zu trainieren", erklärt Bürgermeister Roman Schäffler, und verweist darauf, dass der Umgang mit dem Gerät mittlerweile bei allen Ersthelferkursen trainiert wird.

 
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