18.06.2021 - 15:57 Uhr
KemnathOberpfalz

Bei ökumenischem Wochengebet in Kemnath Sommerfreuden genießen und Gott loben

„Wonach schmeckt, klingt, ruft und duftet der Sommer?“, fragte eine Lektorin beim ökumenischen Abendgebet im Pfarrheimgarten.
von Josef ZaglmannProfil

"Sommerfreuden" war das Thema des ökumenischen Abendgebets zur Wochenmitte im Pfarrheimgarten. Dabei konnten Gläubige beider Konfessionen mit Stille, Musik und bewussten Impulsen zur Ruhe kommen, den Tag harmonisch ausklingen lassen und bei sich und bei Gott ankommen.

"Der Sommer lädt ein, nach draußen zu gehen, Licht und Wärme zu erfahren, die vor Kraft strotzende Natur zu genießen und diese Sommerfreuden mit anderen Menschen zu teilen", sagte Luzie Söllner einleitend. Mit Ina Memmel, Waltraud Müller und Maria Baier trug sie die meditativen Texte vor.

"Wo ist mir Gott heute begegnet?", lautete ein Impuls im Moment des Ankommens. Verschiedene Antworten gab es auf die Frage "Was ist Sommerfreude für mich?" Zur Veranschaulichung legten zwei Sprecherinnen verschiedene symbolische Gegenstände wie Gartenhandschuhe, Musikinstrument, Wein, Badetuch, eine Kerze und Wanderschuhe auf einen Tisch.

"Sommer ist was wir rund um unser Zuhause erleben" war eine wichtige Erkenntnis. Dabei geht es nicht darum, den perfekten Urlaub gebucht zu haben. Worum es geht, ist die Einstellung, dass uns der Genuss des Sommers zufällt, irgendwo auf dem weiten Feld zwischen Alltag und der unersättlichen Jagd nach Lustgewinn. Wie das Gebet "Sommerfreude" besagte, erzähle der Sommer von Gottes Liebe.

Dazu passte das Lied "Dieses Leben haben und es weitertragen", das Kathrin Karban-Völkl mit ihrer Geige und Robert Baier mit seiner Gitarre spielten. Gemeinsam beteten alle den Sommer-Psalm ("Ich schenke dir mein Lob, du großer Gott"). Dabei gedachten sie der vielen Menschen, die mit ihnen zu Gott hin unterwegs sind, der ihnen den Sommer und noch viel mehr schenkt.

Trotz aller noch geltenden Vorsichtsmaßnahmen war "spürbar, dass uns etwas verbindet, dass Gott in unserer Mitte ist", betonte eine Sprecherin. Als Stadtpfarrer Thomas Kraus die Segensworte ("Segensgebet aus Irland") sprach, hielten alle zum Segen ihre Hände wie eine Schale zur Mitte hin.

Am 26. September sind alle anstatt eines Abendgebets zur ökumenischen Sternwallfahrt eingeladen. Mit dem Lied "Geh unter der Gnade" klang das besinnliche Abendgebet zur Wochenmitte aus. Wer Lust hatte, konnte noch in dem schönen Garten verweilen und bei guten Gesprächen den Abend ausklingen lassen.

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