14.06.2018 - 13:39 Uhr
KemnathOberpfalz

Plakate werben für faires Miteinander

Realschüler stellen in der Sparkasse in Kemnath aus

Nicht nur Realschulrektor German Helgert und stellvertretender Landrat Günter Kopp (hinten von rechts) bewundern die Ergebnisse des Plakatwettbewerbs bei der Eröffnung der Ausstellung in der Sparkasse Oberpfalz Nord. Mit ihren sehr kreativ gestalteten Arbeiten wollen die Preisträger (vorne) die Betrachter zum Nachdenken anregen.
von Josef ZaglmannProfil

(jzk) "Freundschaft ist bunt", "Vielfalt statt Einfalt" und "Friede ist, wenn die Hautfarbe egal ist" stand auf einigen der 44 Plakate bei der Ausstellung in den Räumen der Sparkasse Oberpfalz Nord. "Plakate für ein faires Miteinander" war das Thema dieses Wettbewerbs der Realschule Kemnath, den Daniela Dötterl, Fachbetreuerin für Kunst und Leiterin der neuen Talentklasse Kunst, betreute. An diesem Projekt waren neben Schülern aus den Klassen fünf bis zehn auch Klassen im Fach Kunst und die Talentklasse Kunst beteiligt.

Am 20. November 2015 hatte die Realschule die Auszeichnung "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" erhalten. "Dieser Titel ist keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit", sondern verpflichte durch die Aufnahme in ein Netzwerk, mehrere Punkte als Selbstverpflichtung einzuhalten, erklärte Beratungsrektor Walter Thurn. Um die Auszeichnung zu behalten, solle einmal im Jahr ein Projekt zum Thema "Diskriminierungen" umgesetzt werden. "Wir sehen es als unsere Pflicht an, Demokratie zu praktizieren und Ausgrenzung, Gewalt, Mobbing und Menschenfeindlichkeit keine Chance zu geben", betonte Thurn weiter.

In diesem Schuljahr war dieser Plakatwettbewerb der Beitrag zu dieser Problematik. Die Schüler hatten die Aufgabe, möglichst plakative Aussagen zu entwickeln und das Ganze grafisch ansprechend umzusetzen, fuhr der Projektleiter fort. Die Arbeiten mit inhaltlich wie gestalterisch beeindruckenden Ideen legten ein Zeugnis dafür ab, dass sich die jungen Grafiker und Künstler kritisch mit Problemen wie Vorurteile und Diskriminierung befasst haben.

Als Anreiz gibt es Preisgelder und die Tatsache, dass die besten zehn Postkarten und die besten fünf Plakate gedruckt und an alle Schule in der Oberpfalz verschickt werden. Die Koordinierungsstelle "Demokratie leben in der Mitte Europas" unterstützte die Plakataktion finanziell und ermöglichte den Druck der besten Arbeiten. Günther Kohl, der Demokratiebeauftragte für die Schulen in der Oberpfalz, stand der Schule mit seinem Rat zur Seite.

"Miteinander ist ein äußerst positiver Begriff, der aber in unserer Zeit leider keine Selbstverständlichkeit mehr darstellt", bedauerte Realschuldirektor German Helgert. Er dankte Dötterl, Thurn und allen Schülern für ihre Beiträge. "Als Zeichen der Verständigung mit Auswirkungen auf die Zukunft", bezeichneten stellvertretender Landrat Günter Kopp und Kemnaths zweiter Bürgermeister Hermann Schraml die Schülerarbeiten. Diese sind bis September in Sparkasse zu sehen.

Bei der Siegerehrung gab Thurn die Preisträger für die fünf besten Arbeiten bekannt: 1. Luise Köhler (10b), 2. Luisa Birkner und Sabrina Murr (jeweils 7e), 3. Linus Haider, Jonas Schlicht und Jonas Serfling (alle 7c), 4. Hannah Bayer (7c), 5. Lisa Büttner (7c).

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