14.06.2018 - 15:09 Uhr
KemnathOberpfalz

Potenzialflächen schaffen Möglichkeiten

Viele Ideen gibt es, wie sich die Stadt Kemnath weiterentwickeln könnte. Große Teile davon skizziert Städteplaner Klaus Stiefler bei der Vorstellung des SEEK-Entwurfs im Kemnather Stadtrat.

Der mittlerweile mehrjährigen Brachfläche des ehemaligen Brauhauses kommt als Potenzialfläche im Städtebaulichen Entwicklungs- und Einzelhandelskonzept große Bedeutung zu.
von Holger Stiegler (STG)Profil

(stg) Ausführlich widmete sich der Klaus Stiefler dem Bereich "Wohnen, Städtebau, Siedlungsentwicklung / Barrierefreiheit". Zunächst schickte er bei der Präsentation des Entwurfs zum Städtebaulichen Entwicklungs- und Einzelhandelskonzept (SEEK) die Ziele voraus, die in diesem Handlungsfeld erreicht werden sollen. Er nannte den Grundsatz "Innenentwicklung vor Außenentwicklung", vorrangiges Nutzen der baulichen Potenziale im Innenbereich und in den bestehenden Siedlungsgebieten, Stärken der Altstadt als Wohnstandort, Beseitigung von Leerständen sowie deren Prävention, Modernisierung des Wohnungsbestandes sowie Verbesserung des Wohnangebots für alle Bevölkerungsgruppen.

In den Fokus rückte der Redner fünf sogenannte "innerstädtischen Potenzialflächen". Dies sind der Bereich östlich der Berndorfer Straße, das Brauhausgelände und die Areale um die Jahnstraße (Sportplatz), zwischen Wunsiedler Straße und Mühlbach sowie östlich der Erbendorfer Straße. Stiefler ging auf eine mögliche Verlagerung des SVSW-Geländes, die derzeit diskutiert wird, in Richtung des Schulgeländes und die Schaffung eines "Sportparks" ein.

Folge wäre, dass für die nebeneinander liegenden Flächen des ehemaligen Brauhauses und des heutigen Sportplatzes, die nur der Fallbach getrennt, eine Gesamtplanung mit Blick auf ein Wohngebiet beziehungsweise ein Mischgebiet angestellt werden könnte.

Handlungspotenziale stellte er auch im östlichen Umfeld der Berndorfer Straße fest. Themen hier sind eine mögliche Wohnnutzung entlang des Fallbachs, eine fußläufige Verbindung zwischen Innenstadt und Gewerbegebiet West sowie eine Änderung der Straßenführung der Berndorfer Straße direkt zum Schulzentrum hin mit einer Abbiegemöglichkeit nach Berndorf.

Veränderungspotenzial birgt zudem die Fläche zwischen der Wunsiedler Straße und dem Mühlbach, wo ungenutzte Gebäude abgebrochen werden könnten. So könnte des Raumangebot des Kindergartens in Richtung Süden erweitert werden. Auch eine Verbesserung des Stellplatzangebotes beim Holen und Bringen der Kinder sei möglich.

Neben räumlichen Veränderungen - verbunden mit baulichen Aktivitäten - ist in dem Entwurf auch die Empfehlung enthalten, das Kommunale Förderprogramm fortzuschreiben. Geraten wird die Fördersummen und den -umfang anzupassen. Auch sollte dann ein Geschäftsflächenprogramm (Barrierefreiheit, moderne Ladenstandards) aufgenommen werden. Insgesamt wird empfohlen, dass die Stadt eine Beratungsoffensive startet und beispielsweise Fördermöglichkeiten intensiver bewirbt. ,Auch sollte ein Förderprogramm für die Scheunenviertel sowie die Modernisierung der städtischen Mehrfamilienwohnhäuser aufgelegt werden. Bereits im Fluss ist die ebenfalls angesprochene Sanierung des "Lenzbräu".

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