19.05.2019 - 14:55 Uhr
KemnathOberpfalz

Punkte fürs Löschen und Laufen

Einen Löschaufbau mit Hindernissen und einen Staffellauf mit feuerwehrtechnischen Aufgaben bewältigten vier Gruppen der Jugendfeuerwehren beim Kreisentscheid des Bundeswettbewerbs in Kemnath. Alle qualifizierten sich zum Bezirksentscheid.

Alle vier Gruppen der Jugendfeuerwehren des Landkreises Tirschenreuth qualifizierten sich beim Kreisentscheid des Bundeswettbewerbes der Deutschen Jugendfeuerwehren in Kemnath für den Bezirksentscheid.
von Michael DenzProfil

Einen Löschaufbau mit Hindernissen und einen Staffellauf mit feuerwehrtechnischen Aufgaben bewältigten vier Gruppen der Jugendfeuerwehren beim Kreisentscheid des Bundeswettbewerbs. Sie alle lösten in Kemnath das Ticket für den Bezirksentscheid.

Vier Mannschaften der Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis Tirschenreuth waren zum Kreisentscheid des Bundeswettbewerbes der Deutschen Jugendfeuerwehr angemeldet. Damit war bereits im Vorfeld klar: Alle vier werden beim Bezirksentscheid am Samstag, 8. Juni, in Neumarkt in der Oberpfalz antreten dürfen.

Beim "A-Teil", dem Löschaufbau, setzten die Jugendgruppen in beachtlicher Geschwindigkeit das Standrohr, verlegten die B-Schlauchleitung zum Verteiler durch den Kriechtunnel, überwanden den "Wassergraben", kletterten über die Leiterwand und sprangen über die Hürde. In der Zwischenzeit nahmen sich die drei Trupps die C-Schläuche vor und deuteten den Löschangriff mit Strahlrohren an. Innerhalb der Zeitmessung galt es auch, vier feuerwehrtechnische Knoten und Stiche an einem Gestell anzulegen. Nicht nur die Zeit floss in die Wertung ein, sondern auch Fehler wie das Übertreten von Linien, falsche Handhabung und Ausführung von Tätigkeiten oder Unterlassen von ordnungsgemäßen Befehlswiederholungen.

Ebenfalls stolze Leistungen erbrachten die Jungs und Mädchen beim "B-Teil", dem 400-Meter-Staffellauf. Das Staffelholz musste nicht nur schnell weitergereicht werden, auch feuerwehrtechnische Aufgaben waren zu meistern. So galt es, einen 15 Meter langen C-Druckschlauch auf der Tartan-Bahn zusammenzurollen, ein Laufbrett zu überlaufen, Schutzausrüstung nach dem Aufstehen von einer Krankentrage anzulegen sowie ein Strahlrohr an einen Schlauch anzukuppeln und einen "Mastwurf mit Halbschlag" daran anzulegen. Auch hier stoppten die Wertungs- und Schiedsrichter die Zeit und notierten mögliche Fehler.

Rasch zur Siegerehrung

Da nur vier Mannschaften angetreten waren, fahren sie nicht nur alle zum Bezirksentscheid, auch der Wettbewerb fiel kürzer aus, so dass es bereits zur Mittagszeit zur Siegerehrung auf dem Freisportgelände ging. "Leider war das Wetter nicht das Beste. Umso besser waren eure Leistungen", würdigte Kreisjugendfeuerwehrwart Wolfgang Bauer. "Man kann sagen, dass die Zeit des Übens sich durchaus bezahlt gemacht hat. Eure guten Leistungen sind auch die Belohnung für uns."

Bauer hofft, dass sich mindestens eine Gruppe beim Bezirks- für den Landesentscheid in Hösbach (Landkreis Aschaffenburg) oder sogar zum Bundesentscheid in Xanten (Nordrhein-Westfalen) qualifiziert. Besonderen Dank sprach Bauer den Wertungsrichtern sowie den Männern und Frauen der Feuerwehr Kemnath "für die gute Unterstützung und Zusammenarbeit" aus. Die hatten den Kreisentscheid vorbereitetet und betreutet.

Zudem dankte Bauer der Stadt Kemnath für die Überlassung des Sportgeländes, der Kinderfeuerwehr Kemnath für das Einsammeln der Wertungsbögen sowie der Firma König-Otto-Bad für die Getränkespende. Weiterhin lobte er die Jugendwarte und Betreuer für ihre Bemühungen sowie schließlich die Anwärter für deren Teilnahme.

Kreisbrandmeister und Abnahmeberechtigter Dieter Höfer nahm die Siegerehrung vor und gab die Gesamtauswertung bekannt. Die Jugendfeuerwehr Tirschenreuth ergatterte mit 1427 Punkten den ersten Platz, gefolgt von den Mädchen und Jungs aus Thanhausen (1403 Punkte). Den dritten Platz belegte die Jugendfeuerwehr Mitterteich (1390). 1369,9 Punkte erreichte die Gruppe der Jugendfeuerwehren Atzmannsberg-Löschwitz und landete damit auf Platz vier. Neben den entsprechenden Bescheinigungen und dem Vermerk im Dienstbuch gab es auch hübsche Pokale.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.