Zur Vertiefung unternahmen die Fachschaften Katholische Religion, Evangelische Religion und Ethik mit allen sechs fünften Klassen einen Unterrichtsgang in die katholische Stadtpfarrkirche. Die Religionslehrer Simone Sieber, Sonja Sporrer, Doris Jentsch, Walter Thurn, Cornelia Spies, Gertraud Burkhardt und Adriane Dörnhöfer begleiteten die Mädchen und Buben.
"Unsere Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde im Jahr 1448 erbaut", erzählte Stadtpfarrer Konrad Amschl. Die Jahreszahl sei über dem linken Eingangsportal in Stein gemeißelt, die Zahl 1506 in einem Rautenwappen auf der Brüstung der Empore stehe sicher das Jahr der Bauvollendung. Inzwischen sei der Pfarrsitz von Oberndorf nach Kemnath verlegt worden. Der 58 Meter hohe Turm neben dieser spätgotischen Hallenkirche sei erst später gebaut worden, der barocke Hochaltar folgte 1644. Das Altargemälde stelle die Aufnahme Mariens in den Himmel dar. Das Patrozinium der Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt" werde stets am 15. August begangen, erzählte Amschl. Staunend standen die Schüler vor dem Glasschrein unter der Altarmensa mit der Reliquie des heiligen Primian. Natürlich durften die Kanzel mit dem Schalldeckel und den zehn Geboten, der Ambo und der Taufstein bei der Kirchenführung nicht fehlen.
Nach dieser Einführung erhielten die Kinder je ein Arbeitsblatt mit elf Fragen zur Stadtpfarrkirche. In Partner- oder Gruppenarbeit sollten die Fünftklässler den Kirchenraum erkunden und dabei die richtigen Antworten aufschreiben. Sie sollten unter anderem herausfinden, wie viele Seitenaltäre es gibt, was das Besondere am Bild des Paters Maximilian Kolbe an der linken Kirchenwand ist und welchen Sinn das Weihwasserbecken an den Eingängen hat. Ebenso sollten sie fünf Unterschiede zur evangelischen Kirche aufschreiben. Auf der Rückseite des Blattes sollten die Realschüler den Grundriss der Kirche nachzeichnen.
Nach der Auswertung der Fragebögen werde es für die besten Schüler kleine Geschenke geben, versprachen die Religionslehrer.



















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