03.06.2020 - 16:38 Uhr
KemnathOberpfalz

Raiffeisenbank Oberpfalz Nord-West knackt 500-Millionen-Euro-Marke

Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG sieht sich gut aufgestellt. Die Vorstande bleiben optimistisch.

Die Vorstände (von links) Herbert Meier, Robert Haubner, Thomas Keck und Joachim Geyer konnten jede Menge positive Zahlen für das vergangene Jahr verkünden.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Als starke Genossenschaft präsentiert sich die Raiffeisenbank Oberpfalz Nord-West eG nach dem Geschäftsjahr 2019. Die genossenschaftliche Bank, die aus der Fusion von Raiffeisenbank Kemnather Land-Steinwald eG und Raiffeisenbank Grafenwöhr-Kirchenthumbach eG zum 1. Januar 2017 hervorgegangen ist, konnte für 2019 ihre Bilanzsumme um 6,3 Prozent auf nun 500 Millionen Euro steigern.

Damit belegt man im Oberpfalz-Ranking der Genossenschaftsbanken Platz 11 von 24 und im Bayern-Ranking Platz 97 von insgesamt 227. Dass beim Bilanzpressegespräch Vorstandssprecher Joachim Geyer sowie die Vorstände Robert Haubner, Herbert Meier und Thomas Keck mit strahlenden Gesichtern aufwarten konnten, war aus diesem Grund nicht sonderlich überraschend.

Jede Menge Zahlen

Unterfüttert wurde der Bericht mit jeder Menge Zahlen. So ist die Bank im bilanziellen und außerbilanziellen Kundenanlagenvolumen deutlich um 50 Millionen Euro - einem Plus von 7,9 Prozent - auf 681 Millionen Euro angewachsen. "Das bilanzielle und außerbilanzielle Kreditgeschäft verzeichnete einen Zuwachs von 4,9 Prozent auf 278 Millionen Euro", so Vorstand Meier.

Das Kreditgeschäft sei vor allem durch die hohe Nachfrage im Firmenkundenbereich sowie bei privaten Wohnbaufinanzierungen geprägt gewesen. Der Vorstand erläuterte, dass das extreme Niedrigzinsumfeld die Ertragslage der Kreditgenossenschaft belastet habe, das Zinsergebnis sei im Vergleich zum Vorjahr um 204 000 Euro gesunken. "Trotz des starken Gegenwindes von den Kapitalmärkten konnte ein ordentliches Provisionsergebnis erzielt werden", betonte Vorstand Haubner.

Unter dem Strich weist die Raiffeisenbank Oberpfalz Nord-West eG ein Vorsteuerergebnis von 2,8 Millionen Euro aus. Die Ergebnissteigerung um 800 000 Euro, so Haubner, sei vor allem auf die Erholung der Anleihemärkte zurückzuführen. Das erwirtschaftete versteuerte Eigenkapital kann um 6,6 Prozent beziehungsweise 2,3 Millionen Euro auf 37,6 Millionen gesteigert werden.

Gerecht geworden, so Vorstandssprecher Geyer, sei die Raiffeisenbank ihrem Grundprinzip der Regionalität: Insgesamt profitierten Vereine und Einrichtungen in der Region von Zuwendungen in Höhe von über 56 400 Euro, darüber hinaus habe man knapp 900 000 Euro an Steuern gezahlt, davon 353 000 Euro Gewerbesteuer. "Aufgrund der Politik der Europäischen Zentralbank stehen wir vor gewaltigen Herausforderungen", betonte Geyer. So müsse man weiterhin einem langfristig niedrigen Zinsumfeld ausgehen. In dieser Phase werde insbesondere der Einlagenüberschuss immer mehr zur Belastung, denn die Möglichkeiten zur Anlage seien begrenzt.

Hier geht es zu einem weiteren Bericht über die Genossenschaftsbank

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Margen unter Druck

Hinzu komme, dass auch im Kreditgeschäft die Margen unter Druck geraten. Darüber hinaus seien die Folgen der grassierenden Corona-Pandemie noch nicht abschätzbar. Dass die Bilanz 2020 wohl freilich weniger positiv ausfallen werde als 2019, konnte Vorstand Haubner bestätigen.

Gleichzeitig wurde aber betont, dass man vor allem die betroffenen mittelständischen Betriebe unterstützen werde, indem man ihnen Liquidität zur Verfügung stelle und Programme der staatlichen Förderbanken weitergebe.

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