25.04.2019 - 11:55 Uhr
KemnathOberpfalz

Regional, digital, überall

Die Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG präsentiert sich gut aufgestellt. Auf ihren Lorbeeren will sie sich dennoch nicht ausruhen.

Die Vorstände (von links) Thomas Keck, Herbert Meier und Robert Haubner konnten jede Menge positive Zahlen verkünden.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Als starke Genossenschaft präsentiert sich die Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG nach dem Geschäftsjahr 2018. Die genossenschaftliche Bank, die aus der Fusion von Raiffeisenbank Kemnather Land-Steinwald eG und Raiffeisenbank Grafenwöhr-Kirchenthumbach eG zum 1. Januar 2017 hervorgegangen war, konnte im Jahr Eins nach dem Fusionsjahr ihre Bilanzsumme um 3,2 Prozent auf nun 470 Millionen Euro steigern.

Damit belegt man im Oberpfalz-Ranking der Genossenschaftsbanken Platz 11 von 26 und im Bayern-Ranking Platz 99 von insgesamt 236.

Dass beim Bilanzpressegespräch die Vorstände Robert Haubner, Herbert Meier und Thomas Keck mit strahlenden Gesichtern aufwarteten, war nicht sonderlich überraschend. "Bei der Fusion haben wir den schwierigsten Weg hinter uns", betonte Meier. Das Hauptaugenmerk liege nun auf dem Zusammenwachsen der beiden Bankkulturen.

Vorstandskollege Haubner unterfütterte die Bilanz 2018 mit jeder Menge Zahlen. So ist die Bank im bilanziellen und außerbilanziellen Kundenanlagenvolumen deutlich in Höhe von 22 Millionen Euro - einem Plus von 3,6 Prozent - auf 631 Millionen Euro angewachsen. "Das bilanzielle und außerbilanzielle Kreditgeschäft verzeichnete einen Zuwachs von 2,9 Prozent auf 261 Millionen Euro", sagte Haubner. Das Kreditgeschäft sei vor allem durch die hohe Nachfrage im Firmenkundenbereich geprägt gewesen. "Der Mittelstand in unserem Geschäftsbereich sieht uns als den verlässlichen und kompetenten Partner", folgerte Haubner.

Der Vorstand erläuterte, dass das extreme Niedrigzinsumfeld die Ertragslage der Kreditgenossenschaft belastet hatte, das Zinsergebnis sei im Vergleich zum Vorjahr um 319 000 Euro gesunken. "Trotz des starken Gegenwindes von den Kapitalmärkten konnte ein ordentliches Provisionsergebnis erzielt werden", betonte Haubner. Unterm Strich weist die Raiffeisenbank Oberpfalz NordWest eG ein Vorsteuerergebnis von 2,0 Millionen Euro aus. Nicht vergessen habe die Raiffeisenbank ihr Grundprinzip der Regionalität: Insgesamt profitierten Vereine und Einrichtungen in der Region von Spenden von über 55 000 Euro, darüber hinaus habe man über 663 000 Euro an Steuern gezahlt, davon knapp 260 000 Euro Gewerbesteuer.

Auch als Investor war die Raiffeisenbank 2018 aufgetreten: Für die 100-prozentige Tochter Waren GmbH wurden zwei Silos am Standort Erbendorf mit einer Gesamtkapazität von 4450 Tonnen und einer Investition von gut einer Million Euro angeschafft. Für das laufende Jahr ist eine "Wachstumsoffensive" im Kreditgeschäft geplant. "Unseren bauwilligen Kunden bieten wir attraktive Zinsen mit langen Zinsfestschreibungen mit bis zu 15 Jahren im eigenen Haus an", betonte Meier. Auch eine Digitalisierungsoffensive sei geplant, wie Vorstand Thomas Keck erläuterte.

Hierbei gelte es, die digitalen Chancen und Möglichkeiten kundenorientiert einzusetzen, um aber gleichzeitig auch eine persönliche Bank zu bleiben. Mit einem "Omnikanal-Angebot" im Bereich der Finanzdienstleistungen stehen demnach künftig Filiale, Onlinebanking und Banking-App nicht mehr isoliert nebeneinander, sondern alle Zugangswege sollen technisch integriert und miteinander verbunden sein. "Also praktisch regional, digital, überall", meinte Keck.

Jubiläum:

Heuer wird das 125. Gründungsjubiläum in Neusorg mit einem Aktionstag am 5. Juli gefeiert. Im Herbst lädt die Bank zu einem „Mitgliedertag“ in die Stadthalle Grafenwöhr ein, hierzu wurde der bekannte „Mentalmagier“ Jakob Lipp verpflichtet.

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