22.01.2019 - 11:13 Uhr
KemnathOberpfalz

Reisebericht über Chile weckt Fernweh

3000 Bilder "schießt" Jürgen Brunner bei seiner dreiwöchigen Reise durch Chile. Mit den schönsten Aufnahmen bringt er den Frühling aus dem südamerikanischen Land zur Kolpingfamilie nach Kemnath.

Für zwei Stunden tauchen die Besucher in ein weit entferntes und für uns unbekanntes Land ein: Chile.
von Katrin Zapf (kaz)Profil

Das Interesse war groß. Schon eine halbe Stunde vor Beginn waren beim ersten Kolpingtreff des Jahres kaum noch freie Plätze im Gesellenhaus zu finden. Über das zahlreiche Kommen freute sich nicht nur Weltenbummler Jürgen Brunner, sondern auch zweite Vorsitzende Barbara Weismeier.

Seit gut sechs Wochen sind er und seine Frau Christine wieder zurück in Kemnath. Vom Flughafen München ging es am 11. November über Paris nach Santiago de Chile und von dort weiter nach Patagonien im Süden des Landes. "Insgesamt waren wir von Kemnath bis nach Punta Arenas gut 30 Stunden unterwegs", erzählte Brunner. Der 3000 Kilometer lange Inlandsflug sei nötig gewesen, weil Punta Arenas nicht auf direktem Weg erreichbar sei. Mit dem Auto oder Bus müsse man entweder über Argentinien fahren oder mit zahlreichen Fähren immer wieder übersetzen. Dies dauere bis zu drei Tage.

Schon die ersten Bilder aus Patagonien zogen die Besucher in ihren Bann. Zur besseren Orientierung, blendete Brunner immer wieder Kartenausschnitte ein. Zu sehen waren Aufnahmen aus dem Nationalpark "Torres del Paine" mit atemberaubenden Gebirgen, türkisblauen Seen, kargen Landschaften, Lamas, Nandus und ersten blühenden Pflanzen. Beeindruckend war auch die Magellanstraße, wo der Pazifik auf den Atlantik trifft.

In Argentinien bewunderten die Kemnather den Lago di Argentio und den Gletscher Perito Moreno zu bewundern. Das Geräusch, als ein großer Brocken jahrhundertealtes Eis abbrach und in die Tiefe stürzte, wird Brunner nie vergessen. Nach einigen Tagen Aufenthalt in Patagonien, führte die Reise nach Mittelchile, dem "Schwarzwald Chiles". Dort gebe es viele Wälder, blaue Seen und atemberaubende Landschaften, erzählte der Referent von seinen Wanderungen, auch in die Nähe eines aktiven Vulkans.

Ein weiterer Inlandsflug brachte ihn und seine Frau hoch in den Norden zu den Anden und die Atacama-Wüste. Tagsüber peitschte den beiden der heiße Wüstensand ins Gesicht, am Abend brauchten sie eine dicke Jacke. "Die Atacama ist die trockenste Wüste der Welt." Ihre Haut sei immer trocken und die Schleimhäute gereizt gewesen. Die bezaubernden Aufnahmen in gold-, gelb-, rotem Wüstenlicht ließen dies schnell vergessen.

Die letzten Tage verbrachte das Paar in der Hauptstadt Santiago de Chile, wo rund sechs Millionen Menschen leben und das höchste Gebäude Südamerikas steht. Nach über zwei Wochen Natur pur, gefiel es Brunner dort allerdings nicht sehr gut. "Es war laut und dreckig, und es hing immer soviel Dunst in der Luft, dass man die Anden dahinter fast nicht sehen konnte."

3000 Bilder "schießt" Jürgen Brunner bei seiner dreiwöchigen Reise nach Chile. Mit den schönsten Aufnahmen bringt er den Frühling in dem südamerikanischen Land zur Kolpingfamilie nach Kemnath.
Die Kakteen fotografiert Jürgen Brunner in der Atacama-Wüste in Chile.
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