24.10.2019 - 11:18 Uhr
KemnathOberpfalz

Rohrbruch zwingt zur Betriebskostenumlage

Einstimmig hat die Verbandsversammlung des Wasserzweckverbandes Kemnath-West den Haushalt für das Jahr 2019 beschlossen: Das Gesamtvolumen des Etats für das laufende Jahr umfasst 66 000 Euro.

von Holger Stiegler (STG)Profil

Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit je 61 750 Euro, der Vermögenshaushalt mit je 4 50 Euro. Vorsitzender Michael Hautmann und Kämmerer Roman Schäffler stellten das Zahlenwerk den Räten des Wasserzweckverbandes Kemnath-West im Gasthof Busch in Kötzersdorf vor.

Beide gaben einen kurzen Rückblick: Gegenüber der in der aktuellen Kalkulation geplanten Wasserverkaufs- und -bezugsmengen haben sich diese 2018 um etwa 2600 Kubikmeter erhöht. Ansonsten haben sich gegenüber den Ansätzen keine nennenswerten Änderungen ergeben. Dies führt im Ergebnis der Jahresrechnung dazu, dass der allgemeinen Rücklage nicht wie vorgesehen 11 800 Euro, sondern 10 700 Euro entnommen werden müssen. Der Wasserverlust 2018 betrug 2,92 Prozent.

Aufgrund der Erfahrungswerte der beiden zurückliegenden Abrechnungsjahre kalkuliert der Zweckverband im laufenden Jahr mit einer verkauften Wassermenge von 29 000 Kubikmetern. Durch die sehr kostenintensive Reparatur des Rohrbruches an der Versorgungsleitung kann der Verwaltungshaushalt 2019 nicht ausgeglichen werden. Auch eine Rücklagenentnahme in dieser Höhe ist nicht möglich.

Laut der Verbandssatzung ist der nicht durch Gebühren, Beiträge und sonstige Einnahmen gedeckte laufende Finanzbedarf auf die Verbandsmitglieder in Form einer Betriebskostenumlage zu erheben. Umlegungsschlüssel ist das Verhältnis des Wasserverbrauchs der der Berechnung vorangegangenen drei Jahre: In Summen ausgedrückt bedeutet dies für die Stadt Kemnath eine Betriebskostenumlage in Höhe von 13 132,50 Euro und für die Gemeinde Kulmain 1 867,50 Euro.

Für Unterhaltungsaufwendungen des Wasserleitungsnetzes wird 2019 der Haushaltsansatz um 8000 auf 16 000 Euro angehoben - bedingt durch den bereits genannten Rohrbruch. Das gesamte vom Zweckverband verkaufte Wasser wird von der Stadt Kemnath bezogen. Der Kaufpreis liegt netto bei 81 Cent pro Kubikmeter. Bei einer kalkulierten Trinkwasserverkaufsmenge von 29 000 Kubikmetern errechnet sich für 2019 somit inklusive eines knapp dreiprozentigen Wasserverlusts eine Wasserbezugsmenge von rund 29 800 Kubikmetern. Hinzu kommen noch Zählergrundgebühren in Höhe von 328 Euro netto. Der Ansatz 2019 liegt demnach bei 24 500 Euro.

Die Umrüstung der Wasserzähler auf Ultraschalltechnik wird mit 3650 Euro angesetzt, insgesamt 46 Zähler werden es bis Jahresende sein. Um den Gesamthaushalt auszugleichen, ist eine Rücklagenentnahme von 500 Euro erforderlich. Der Rücklagenstand wird zum Jahresende 2019 bei etwa 8 500 Euro liegen.

Sollten laut Schäffler nicht vorhersehbare Reparaturen am Leitungsnetz des Zweckverbandes erforderlich werden, könnten diese aufgrund des derzeitigen Rücklagenstandes maximal bis zur Höhe von etwa 8 000 Euro ohne Fremdmittel geleistet werden. Größere Baumaßnahmen müssten über Kredite refinanziert werden.

2020 wird in Oberndorf wegen des Neubaus des Radweges neben der B 22 die Versorgungsleitung mit ausgewechselt. Hierfür werden in die Finanzplanung 40 000 Euro mit aufgenommen, welche durch eine Kreditaufnahme finanziert werden. "Aufgrund des Alters des derzeitigen Leitungsnetzes ist leider zu befürchten, dass in absehbarer Zeit eine Fremdfinanzierung von Unterhaltungs- und Sanierungsaufwendungen erfolgen muss", meinte Schäffler.

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