"Wenn eine Lehrkraft während ihrer ganzen Dienstzeit ein und derselben Schule treu bleibt, dann darf man sie getrost als Urgestein bezeichnen", sagte Realschuldirektor German Helgert bei der Verabschiedung von Beratungsrektor Alfons Nickl. Nach exakt 40 Schuljahren an der Realschule am Tor zur Oberpfalz geht er in den Ruhestand. "Zuverlässigkeit und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen und zur Fortbildung sind zwei der vielen Attribute, die sein berufliches Wirken geprägt haben."
Systembetreuer der Schule
Als in den 1980er und 90er Jahren der Computer Einzug hielt, war Nickl einer der ersten, die sich dem neuen Medium mit großem Engagement widmeten. Über zahlreiche Fortbildungsmaßnahmen und der Lehrerlaubnis für Informatik führte ihn sein Weg zum Systembetreuer der Schule und zu einem der Pioniere und profundesten Experten schulischer Netzwerke in der ganzen Oberpfalz. Logische Konsequenz war, dass er 2003 zu den ersten Realschullehrern gehörte, die in die neu geschaffene Beförderungsstufe eines Beratungsrektors für Systembetreuung aufstiegen. "Seinen Schülerinnen und Schülern wollte er die bestmöglichen mathematischen, informationstechnologischen und physikalischen Grundlagen vermitteln", erklärte Helgert. Neben naturwissenschaftlichen Grundlagen und Gesetzmäßigkeiten waren ihm die Vermittlung von Werten und das Wecken von Leistungsbereitschaft wichtige Erziehungsziele. Jährlich begleitete er als Skilehrer die Schulklassen ins Skilager. Für seine Abschlussklassen organisierte er Lehr- und Studienfahrten. Viele seiner ehemaligen Klassen führte er bei deren Schülertreffen durch die Realschule.
Beste Prüfungsergebnisse
"Unsere Schule verliert mit Alfons Nickl einen wirklich zu jeder Zeit (auch während der Ferien und an Wochenenden) hilfsbereiten und profunden IT-Fachmann, den Systembetreuer und Herrscher über 200 Endgeräte, einen erfahrenen Mathematik-, IT- und Physiklehrer, dessen Abschlussklassen stets mit herausragenden Prüfungsergebnissen aufwarteten."
Für Helgert war Nickl ein wertvoller Rat- und Ideengeber, der immer da war, wenn man ihn brauchte. Er sei immer offen für Diskussionen gewesen, an deren Ende er Entscheidungen loyal und mit größtem persönlichen Engagement mitgetragen hat. "Damit hat er mir meine Tätigkeit als Schulleiter ungemein erleichtert." Über die Schule hinaus engagiert sich Nickl seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Pfarrgemeinde Kemnath.
Seiner Ehefrau Claudia dankte er für ihr Verständnis, vor allem, wenn ihr Ehemann außerhalb der eigentlichen Dienstzeiten als Rettungsengel herbeifliegen musste oder er manche Ferientage und-wochen bei seinen Rechnern in der Schule verbrachte. Die Schüler seiner Abschlussklasse 10a bedankten sich bei ihrem beliebten Lehrer mit Geschenken.
















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