25.06.2020 - 15:58 Uhr
KemnathOberpfalz

Schlichtweg "grenzenlos enttäuscht"

Bürgermeister Roman Schäffler berichtet im Kemnather Stadtrat über Austausch mit Bayernland-Verantwortlichen

von Holger Stiegler (STG)Profil

Bürgermeister Roman Schäffler berichtete in der jüngsten Sitzung des Kemnather Stadtrates von einem mittlerweile stattgefundenen Gespräch mit Vertretern der Bayernland eG, die den Kemnather „Milchhof“ betreibt. Schäffler erläuterte, welche Gebäude erhalten bleiben welche Mengen an Käse weiterhin dort gelagert beziehungsweise gereift werden. „Die Lieferverkehr wird sich um 80 Prozent reduzieren“, sagte Schäffler. Voraussichtlich Mitte 2023 werde man sich mit der Produktion endgültig in Richtung Bayreuth verabschieden. Im Juli, so der Bürgermeister, seien weitere Gespräche geplant.

Stadtrat Werner Nickl (CSU) – Schäfflers Amtsvorgänger als Bürgermeister – zeigte sich nach wie vor „grenzenlos enttäuscht“ über das Verhalten der Bayernland-Verantwortlichen. Vieles für die zukünftigen Planungen für das Areal habe man bereits in „trockenen Tüchern“ gehabt, bevor nun die „Kehrtwendung um 180 Grad“ ohne vernünftige Begründung erfolgt sei. Nickl erinnerte daran, dass man in der Vergangenheit beim Thema Abwasser immer Rücksicht auf den „Milchhof“ genommen habe. Es stelle sich nun schon die Frage, wie man mit dieser Thematik umgehe, nachdem das Abwasser nun auch über das Jahr 2021 hinaus anfalle. „Ich will den Milchhof wirklich nicht weghaben, aber alles, über das man sich Gedanken gemacht hat, wird ab absurdum geführt“, so Nickl. Bürgermeister Schäffler betonte, dass man bei künftigen Gesprächen sicherlich die Lehren aus der Vergangenheit ziehen werde.

Mit Blick auf die begonnene Erschließung des neuen Baugebiets „Lohäcker“ monierte Stadtrat Stefan Zaus (GRÜNE), dass hier ein Teil einer Hecke weggenommen wurde, der nicht nötig gewesen sei. Bürgermeister Schäffler räumte ein, dass diese Aktion „nicht ganz glücklich“ gewesen sei. Zumindest habe man aber keine brütenden Vögel gestört, auch das angrenzende eingetragene Biotop sei nicht verletzt worden. Hans Wegmann (CLU) verwies auf die Trafo-Türme in Waldeck, die in dieser Höhe wohl nicht mehr gebraucht würden. Die Stadt wird hier das Gespräch mit den Zuständigen aufnehmen.

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