23.04.2019 - 11:47 Uhr
KemnathOberpfalz

An sechs Stationen betend durch die Stadt

Nicht zu sonst üblichen 14 Stationen trugen Kemnather Kinder und Jugendliche ein großes Holzkreuz, sondern lediglich zu 6. Dafür waren beim Kreuzweg die Wege dazwischen etwas weiter.

Auf der Berndorfer Straße führt der Kreuzweg zur dritten Station in der Friedhofskirche.
von Josef ZaglmannProfil
Auf dem Weg zu den sechs Stationen wechseln sich die Kinder und Jugendlichen beim Tragen des großen Holzkreuzes ab.

"Dieser Kreuzweg lädt uns dazu ein, nicht nur das Leiden Jesu nachzuempfinden, sondern auch die Menschen in den Blick zu nehmen, die weltweit Ungerechtigkeit, Hunger und Gewalt erdulden müssen." Mit diesen Worten begann Gemeindereferent Jochen Gößl den Familien- und Jugendkreuzweg am Karfreitag. "Wie wir Jesus auf seinem Weg begleiten, so geht er, der Auferstandene, mit uns, wenn wir uns für Gerechtigkeit einsetzen."

Nicht nur Stadtpfarrer Konrad Amschl, auch einige Erstkommunionkinder und Firmlinge nahmen am Kreuzweg durch die Stadt teil. Sie lasen meditative Texte vor, die zum Nachdenken anregen sollten. Sechs Stationen hatte Gößl ausgewählt. Treffpunkt war am Pfarrheim. Von dort trugen Kinder und Jugendliche an der Spitze des Zuges abwechselnd ein großes Holzkreuz

"Jesus wird verurteilt", war die erste Station auf dem Pausenhof im Schulzentrum, die zweite "Jesus fällt unter dem Kreuz" beim Hallenbad. Es folgten die Friedhofskirche ("Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen"), das Gesellenhaus ("Jesus begegnet Veronika"), die Sebastianssäule auf dem Stadtplatz ("Jesus stirbt am Kreuz") und die Stadtpfarrkirche ("Jesus wird ins Grab gelegt").

"Jesus, du hast uns gezeigt, dass der Tod nicht das Ende ist", betete Gößl, "du schenkst uns das Licht der Hoffnung." Dieses Licht solle zu allen Menschen getragen werden, deren Leben durch Trauer, Angst und Hunger verdunkelt ist. Die Lektoren zündeten vorm Volksaltar fünf rote Opferlichter als Zeichen der Hoffnung an.

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