Stadtrat beschließt: Waschanlagen dürfen in Kemnath sonntags öffnen

Kemnath
02.06.2023 - 10:35 Uhr
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Die Probephase ist vorbei, die Meinungen der Anwohner eingeholt. Im Stadtrat Kemnath galt es nun über die Öffnungszeiten von Waschanlagen abzustimmen. Das Ergebnis dürfte nicht jedem gefallen.

Nach einer Probephase hat der Kemnather Stadtrat nun eine Entscheidung getroffen: Waschanlagen dürfen in Kemnath auch am Sonntag öffnen.

Nicht mehr befristet, sondern ganz regulär: Autowaschanlagen dürfen in Kemnath an Sonn- und Feiertagen von 12 bis 18 Uhr betrieben werden. Bereits im Mai 2022 hatte das Gremium eine entsprechende Verordnung erlassen – allerdings in einer einjährigen Probephase. Nachdem diese nun vorüber war, galt es Bilanz zu ziehen. Und dies vor allem mit Blick auf den Betreiber einer Waschanlage im Industrie- und Gewerbegebiet, der den Antrag zur Sonntagsöffnung 2022 gestellt hatte. Die Verwaltung hatte dazu die Stellungnahmen der Anwohner eingeholt, die sich vom Betrieb in den vergangenen Monaten nicht gestört sahen und auch ihre Zustimmung signalisierten zum Betrieb am Sonntag im bisherigen Rahmen. Die Auflagen wurden vom Stadtrat als erfüllt angesehen. Bürgermeister Roman Schäffler warb dafür, die Verordnung unbefristet zu beschließen.

Doch es gab auch andere Meinungen im Gremium: Werner Nickl (CSU) erinnerte daran, dass er auch im vergangenen Jahr gegen den Sonntagsbetrieb gestimmt hatte. „Mir geht es um das Sonntagsgebot“, so Nickl, der auch dieses Mal nicht zustimmte. Ähnlich argumentierte auch Heidrun Schelzke-Deubzer, die zudem auf die langen Öffnungszeiten der Waschanlage von Montag bis Samstag verwies. Für Zweiten Bürgermeister Hermann Schraml war offensichtlich, dass es keinerlei Beeinträchtigungen gebe und man deswegen auch zustimmen könne. Mit zehn Ja- und sechs Nein-Stimmen wurde die Verordnung im Anschluss beschlossen.

Neue Fahrzeuge für Feuerwehr

Über neue Anschaffungen freuen darf sich die Freiwillige Feuerwehr Kemnath: So wird es eine Ersatzbeschaffung eines Gerätewagens Logistik GW-L1 geben. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 240.000 Euro, nach Abzug der Förderungen durch den Landkreis und des Freistaates verbleibt bei der Kommune ein Eigenanteil in Höhe von gut 193.000 Euro. Ersatz gibt es auch für das bisherige Mehrzweckfahrzeug (MZF): Die geschätzten Kosten liegen bei 130.000 Euro, an Förderung werden 18.000 Euro erwartet. So verbleibt ein Eigenanteil in Höhe von 112.000 Euro bei der Stadt Kemnath.

14 Interessierte für Schöffenamt

Beschlossen wurde vom Gremium eine Liste mit Bürgerinnen und Bürgern, die sich bereit erklärt haben, in der Zeit 2024 bis 2028 als Schöffen zur Verfügung zu stehen: Dies sind Claudia Schrembs aus Waldeck, Sandra Stich aus Kemnath, Thomas Zehrer aus Godas, Eva Franziska Faulhaber aus Kemnath, Daniel Augustin aus Waldeck, Jürgen Schupfner aus Oberndorf, Christian Ernstberger aus Waldeck, Veronika Krauß aus Kemnath, Reiner Wennike aus Kemnath, Karin Sächerl aus Kemnath, Sigrid Reger-Scharf aus Neusteinreuth, Tina Reng aus Kemnath, Fabian Lang aus Kemnath sowie Martina Bauer aus Kemnath. Diese Vorschlagsliste geht nun an das zuständige Amtsgericht. Aus den Vorschlägen wählt der dort gebildete Schöffenwahlausschuss die erforderliche Zahl der Schöffen für die Amts- und Landgerichte aus. Bis Ende dieses Jahres erfahren die Bewerber, ob sie für das Ehrenamt ausgewählt wurden.

 
 

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