Der Josef Sturm war am Rosenmontag im Alter von 84 Jahren im Krankenhaus Kemnath verstorben. "21 Jahre lang, seit Bestehen des Wirtshaussingens, hat er fast keinen Termin verpasst", wusste Monika Fink. Zum Dank übernahm sie mit Sieglinde Wick und Akkordeonspieler Roland Küffner die musikalische Gestaltung der Totenmesse. "Seine liebste Beschäftigung waren sein Traktor und die Waldarbeit, seine größte Leidenschaft war die Musik", sagte Stadtpfarrer Konrad Amschl. Er habe die Musikanten-Stammtische, das volkstümliche Wirtshaussingen, das Tanzen und Musizieren genossen.
Mit seiner Steirischen Harmonika war der Volksmusikant überall sehr beliebt. Oft hat er damit Josefifeiern begleitet. Es verging kaum ein Tag, an dem er seine "Harmonie" nicht in die Hand nahm und mindestens eine halbe Stunde lang spielte. Die Musik half ihm auch, gesundheitliche Probleme zu überwinden und nach einer Krankheit schneller wieder fit zu werden.
Unter den Musikanten, die beim Wirtshaussingen aufspielen, hinterlässt er eine Lücke, die nicht zu schließen ist. Es war ein bewegender Augenblick, als die zahlreichen Gottesdienstbesucher am Schluss den Refrain des Feierabendliedes mitsangen. Ein derartiges Requiem hat es in Kemnath noch nicht gegeben.




















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