29.03.2019 - 11:51 Uhr
KemnathOberpfalz

Telefone: Telekom lässt Stadt sitzen

Das sanierte Kemnather Rathaus ist noch eine Woche ohne Telefon. Entsprechend gut ist Bürgermeister Werner Nickl auf die Deutsche Telekom zu sprechen.

von Holger Stiegler (STG)Profil

Der Kemnather Bürgermeister Werner Nickl ist sauer. Und zwar so richtig: "Dank der Versäumnisse der Deutschen Telekom haben wir die gesamte nächste Woche kein Telefon im generalsanierten Rathaus", schimpft er am Freitag am Handy. Seitens der Stadt sei alles rechtzeitig und fristgerecht an die Telekom gemeldet worden: Wann der Umzug stattfinde und ab wann im neuen Rathaus der Betrieb wieder aufgenommen werde. "Vorsichtshalber haben wir das am 21. März nochmals getan und daran erinnert. Und da scheinen dann auch einige Leute mal wach geworden zu sein", berichtet Nickl. Die interne Kommunikation bei der Telekom habe offensichtlich komplett versagt.

Die versäumten Maßnahmen nun in kurzer Zeit kompakt abzuwickeln, bringe die Telekom auch nicht auf die Reihe, wettert er. "Einer schiebt es auf den anderen, und alle sind unschuldig", fasst Nickl die Telefonate mit verschiedenen Stellen des Kommunikationsunternehmens zusammen. Die Misere liege nun bei der Verwaltung und bei den Bürgern, die weitere fünf Tage lang die Mitarbeiter im Rathaus nicht direkt telefonisch erreichen könnten.

"Es gibt aber einen Notfallplan, den wir kurzerhand erarbeitet haben", erklärt der Rathauschef. Demnach wird von Montag bis Freitag ein Mitarbeiter abgestellt, der an der Telefonzentrale im "Übergangsrathaus" an der Wunsiedler Straße sitzt. Dort laufen alle Anrufe ein, die an die bisher genutzten Telefonnummern 09642/707-0 (Zentrale) und die direkten Durchwahlen gingen. Von dort aus werden die Gespräche an die Privathandys der jeweiligen Verwaltungsmitarbeiter weitergeleitet.

"Das wird auf jeden Fall noch ein Nachspiel für die ach so kundenfreundliche Telekom haben", betont Nickl. Zumindest eine Möglichkeit der direkten Kontaktaufnahme mit den Mitarbeitern des Rathauses besteht: E-Mail und Internet funktionieren nämlich schon.

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