30.09.2018 - 10:06 Uhr
KemnathOberpfalz

Traumberufe auch zum Anfassen

Noch größer und breiter aufgestellt als im Vorjahr ist die 11. Ausbildungs- und Bildungsmesse in Kemnath. Über 4000 Besucher aus der Region und aus den benachbarten Landkreisen strömen zum Schulzentrum.

von Josef ZaglmannProfil

85 Aussteller - fünf mehr als im Vorjahr - aus den Bereichen Industrie, Handwerk, Ausbildung, Dienstleistung und Weiterbildung hatten ihre Informationsstände in den Klassen- und Fachräumen der Realschule am Tor zur Oberpfalz sowie der Grund- und Mittelschule aufgebaut. Neue vertreten waren heuer unter anderem die Haarmacherei Kemnath, das Bayernwerk und das staatliche Institut zur Ausbildung von Fachlehrern. "Jetzt ist unsere Kapazitätsgrenze erreicht", meinten die Veranstalter, darunter Projektleiter Hilmar Fütterer vom Gründerzentrum Waldsassen, der die Messe organisiert hatte.

Nicht nur Ausbilder und Personalverantwortliche, sondern auch Auszubildende bemühten sich, den interessierten Jugendlichen und ihren Eltern ein praxisnahes Bild ihres Betriebes zu vermitteln. An manchen Infoständen ergänzten praktische Vorführungen die theoretischen Erklärungen. "Berufe zum Anfassen", war das Motto. Im Mittelpunkt stand wieder der aktive Austausch zwischen den Gästen und den Ausstellern. Viele Jugendliche informierten sich über die Zukunft von Technik, Berufen, Bildung und Ausbildung sowie die Entwicklung der Wirtschaft in der Region. Sie konnten sich fachmännisch beraten lassen und die Berufsvielfalt aus erster Hand kennenlernen. Neben den Ausbildungs- standen aber auch Weiterbildungs- und Studienangebote im Mittelpunkt des Interesses. Die Aussteller zogen ein sehr positives Fazit. Sie hatten die Chance, geeignete Mitarbeiter zu finden, die sich mit ihrem zukünftigen Beruf und ihrem zukünftigen Arbeitgeber identifizieren können. Auch für die Jugendlichen hat sich der Besuch gelohnt. Die Beratungen hätten ihnen für die Berufsfindung wirklich etwas gebracht, meinten viele.

Gut genützt wurde auch das Speed-Dating, das ein zehnminütiges Einzelgespräch mit einem Personalverantwortlichen ermöglichte, bei dem er Details über die Ausbildung und das Unternehmen erfahren konnte. Im Eingangsbereich der Grund- und Mittelschule informierte die Bildungsregion über verschiedene Themenbereiche wie freiwilliges soziales Jahr, MINT-Aktivitäten, duales Studium und Inklusion.

Auch im Namen von Realschuldirektor German Helgert hatte Rektorin Christine Wiesend zum Auftakt die Besucher im Mehrzweckraum der Grundschule begrüßt. "Das gemeinsame Ziel von Schule, Elternhaus und Unternehmen muss es sein, dass möglichst alle Jugendlichen den Ausbildungsplatz finden, der ihren Fähigkeiten und Interessen am meisten entspricht", erklärte sie. Die relativ hohe Zahl an vorzeitig aufgelösten Ausbildungsverträgen zeige, dass der Übergang von der Schule zum Berufsleben nicht immer gelingt.

"Bleibt in der Region, wir brauchen euch", appellierten Landrat Wolfgang Lippert und Bürgermeister Werner Nickl an die Schulabgänger. "Wir wollen unsere Schüler nicht nur unterbringen, sondern ihnen gezielt einen Beruf verschaffen, der Kopf, Herz und Hand gleichermaßen berührt", betonte Schulamtsdirektor Rudolf Kunz, der Vorsitzende des Arbeitskreises Schule/Wirtschaft. Für die Verpflegung der Gäste sorgten die Schülermitverwaltungen der Real- und Mittelschule.

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