Kemnath
17.10.2019 - 13:16 Uhr

Trockene Sommer hinterlassen Spuren

Wandern, Joggen, Nordic-Walken, Fahrradfahren - der Flötzwald der Stadt und Spitalstiftung Kemnath bietet eine Vielfalt von Möglichkeiten. Damit dies so bleibt, müssen Wald- und Forstarbeiter einige Anstrengungen unternehmen.

Stadtförster Klaus Ferber berichtete den Forstausschussmitgliedern auch von Schäden durch Trockenheit. Er verdeutlichte dies mit einer verdörrten Neuanpflanzung. Bild: stg
Stadtförster Klaus Ferber berichtete den Forstausschussmitgliedern auch von Schäden durch Trockenheit. Er verdeutlichte dies mit einer verdörrten Neuanpflanzung.

Was sich hier alles tut beziehungsweise getan hat, erfuhren jetzt die Mitglieder des Kemnather Forstausschusses in ihrer Jahressitzung, die mit einer ausgedehnten Exkursion verbunden war. Fachkundige Erläuterungen bekamen das Gremium sowie weitere Mitglieder des Stadtrates - angeführt von Bürgermeister Werner Nickl - unter anderem von Stadtförster Klaus Ferber und Forstdirektor Dirk Lüder.

Die "Flötz", die beim ersten Blick auf die Landkarte nicht unbedingt die Vermutung nahe legt, dass Kemnath beziehungsweise die Spitalstiftung Eigentümer sind, stand gut zweieinhalb Stunden im Mittelpunkt des Interesses. Ein zentraler Punkt der Exkursion war die Vorstellung der geplanten neuen Forsteinrichtung im Stadt- und Spitalwald. Hierbei wird eine mittel- und langfristige Forstbetriebsplanung aufgestellt: Der Waldzustand wird aufgenommen, die Ergebnisse des bisherigen Vorgehens werden überprüft und bewertet, Maßnahmen für die nächsten 20 Jahre und darüber hinaus werden festgelegt.

Dieser Forstwirtschaftsplan beziehungsweise dieses Forstbetriebsgutachten wird von der Forstbehörde in Auftrag gegeben. Bei einer Gesamtgröße von etwa 460 Hektar Stadt- und Spitalwald entstehen Kosten von etwa 16 500 Euro. Gesetzlich ist geregelt, dass die Körperschaft - also hier die Stadt Kemnath - einen Eigenanteil von 50 Prozent - etwa 8250 Euro - zu tragen habe.

Bei ihrer Exkursion stellten die Ausschussmitglieder fest, dass der zweite trockene Sommer in Folge auch seine Schäden hinterlassen habe. Diese wurde deutlich sowohl bei Fichtenvorkommen wie auch bei Laubholz-Neukulturen. Auf großes Interesse stieß ebenso der Buchenvorbau, der vor 30 Jahren angelegt wurde und sich gut entwickelt hat.

Begutachtet hat der Ausschuss darüber hinaus die im Frühjahr gebauten Holzrückewege in Steillagen. Insgesamt sind dies 850 laufende Meter geworden, die Gesamtkosten dafür lagen bei gut 12 800 Euro netto. Aufgrund einer Förderung bleibt bei der Kommune ein Eigenanteil von rund 2500 Euro netto.

In unmittelbarere Nähe der Schutzhütte setzte Stadtförster Ferber zu seinem sogenannten "Schlussgebet" an: Dabei streifte er unter anderem die Themen Jungbestandspflege, Bepflanzungen, Aktionen für Kinder und Jugendliche sowie die wünschenswerte Sanierung der festen Wege. Diese müssten zeitnah angegangen werden - was auch kein Problem sei, wie Bürgermeister Werner Nickl betonte. Er dankte dem Stadtförster sowie Waldarbeiter Josef Besold für die geleistete Arbeit. "Wir haben wieder einmal gesehen, dass das ganze Jahr über sehr viel passiert und alles sehr gut funktioniert."

 
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