(jzk) Etwa 800 000 Menschen ernähren sich hierzulande vegan, also nur von Pflanzenkost - Tendenz steigend. Sie meiden aus ethischen Gründen alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs oder die Nutzung von Tieren und tierischen Produkten wie Fleisch, Fisch, Eier und Milch sowie alles, was daraus hergestellt wird.
Ein solcher Speiseplan bedeutet aber nicht unbedingt Verzicht. Er sieht reichlich frisches Gemüse, Obst, Salat, Kartoffeln, Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse vor. "Mehr Pflanzen - mehr Gesundheit" lautet hier die Devise. Langzeit-Veganer sind in aller Regel schlank. Ihr Risiko für Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist geringer als das von Normalessern. Diese Wirkungen beruhen vor allem auf dem hohen Anteil an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, ungesättigten Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffen.
"Auch mit Lebensmitteln aus Soja, wie Tofu, und Produkten auf Getreidebasis, etwa Hafer- und Reismilch oder dem Fleisch-Ersatz Seitan lassen sich köstliche Gerichte zubereiten", betonte Tanja Franz. "Neueste Studien zeigen immer deutlicher, dass wir auf Milchprodukte und Fisch verzichten sollten." Fleisch komme oft aus der Massenzierhaltung und sei dadurch alles andere als gesund. Auf Wurst sollte ebenfalls verzichtetet werden. "Bei Schätzen aus der Natur wie Obst, Gemüse, Beeren, Pilze und Kräuter ist erlaubt, was schmeckt", betonte Franz.
Zum Kochkurs "Veganes Essen" im Familienzentrum hatte sie mehrere Rezepte mitgebracht. Beim Erklären gab sie Tipps und zeigte für die Zubereitung der Speisen verschiedene Variationsmöglichkeiten auf. Im praktischen Teil bereitete sie mit den Teilnehmern als Hauptspeise Lasagne mit Cashew-Bechamel und Bananen-Romanasalat zu. Als Nachspeise gab es eine Kokus-Dessertcreme mit Heidelbeer-Zwetschgen-Soße. Gastgeberin Jessika Wöhrl-Neuber dankte der Fitness- und Ernährungstrainerin für ihre Ausführungen.













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