Waldeck.(jzk) Alwin Moller war ein begeisterter Sportler. Nicht nur als Fußballer, sondern auch ein eifriger Radfahrer und Schwimmer machte sich der Waldecker, der jetzt 80. Geburtstag feierte, einen Namen. Und durch diese Leidenschaft lernte er auch seine Frau Marianne kennen, auch wenn die Begleitumstände für beide eher wenig erfreulich waren.
Moller kann sich noch an sehr viele Einzelheiten aus seinem Leben erinnern. Vor allem die strenge Erziehung durch seinen Stiefvater hat sich in sein Gedächtnis eingeprägt. Zur Welt kam der Jubilar am 17. Juni 1938 in Immenreuth, wo er mit je zwei Stiefbrüdern und -schwestern aufwuchs und von 1944 bis 1952 die Volksschule besuchte. Sein Vater war im Zweiten Weltkrieg gefallen. "Im Elternhaus und in der Schule ging es damals viel strenger zu als heutzutage." Schon als Schulkind half er in der Landwirtschaft mit. Nach dem Schulabschluss arbeitete er zehn Jahre in der Glasmacherei der Firma Traßl in Immenreuth, danach als Kranführer bei der Firma Markgraf. Mit 60 Jahren ging er in den Ruhestand.
Seine Ehefrau Marianne, geborene Schindler aus Fortschau, lernte er im Krankenhaus Kemnath kennen. Er hatte sich beim Fußballspielen verletzt. Seine "Zukünftige" wurde dort zur gleichen Zeit stationär behandelt. Am 16. April 1962 traute sie in Kemnath der damalige Bürgermeister Anton Högl standesamtlich. Einen Tag später erteilte ihnen Stadtpfarrer Georg Pilz in der Stadtpfarrkirche Kemnath den kirchlichen Segen.
Zuerst wohnten Alwin und Marianne Moller in Schönreuth zur Miete. 1988 kauften sie das Haus am Unteren Markt in Waldeck. Dort eröffnete Marianne Moller das Lederwarengeschäft "Mariannes Lederstube". Bekannte Persönlichkeiten wie der Heldentenor Peter Hofmann waren ihre Kunden.
Vor acht Jahren adoptierten Alwin Moller Sandro, den Sohn seiner jüngsten Schwester. Er bewohnt die obere Etage des Hauses. Noch heute trainiert der 80-Jährige täglich in seinem Fitnessraum. Seine körperliche Fitness trug wesentlich dazu bei, dass er nach seinen Operationen schnell wieder auf die Beine kam. Zweiter Bürgermeister Hermann Schraml gratulierte im Namen der Stadt Kemnath. Pfarrer Heribert Stretz sprach Glück- und Segenswünsche der Pfarrei Waldeck aus.













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