27.05.2021 - 13:29 Uhr
KemnathOberpfalz

Vorträge zu "Erste Hilfe für Babys und Kinder" auch online der Renner

Eltern und Großeltern können sich auch in der Corona-Pandemie über das Thema "Erste Hilfe für Babys und Kinder" informieren. Ausbilderin Miriam Schmid vom BRK-Kreisverband hat ihre Vorträge dafür online aufbereitet.

„Weil die Mehrzahl der Kinderunfälle zu Hause passiert, müssen die Eltern als Ersthelfer wissen, was sie bei der Erstversorgung beachten müssen“, betonte Miriam Schmid bei ihrem Online-Kurs.
von Josef ZaglmannProfil

Die Vorträge "Erste Hilfe für Babys und Kinder" mit Ausbilderin Miriam Schmid vom BRK-Kreisverband Tirschenreuth waren vor Corona immer der Renner bei jungen Eltern. Deshalb war es den Verantwortlichen des Familienzentrums Mittendrin und der Referentin ein großes Anliegen, diese Vorträge digital aufzubereiten und die wichtigsten Informationen online zu den Eltern oder Großeltern zu bringen. Hier musste zwar die Dauer des Vortrags verkürzt werden und auch das Üben an der Puppe fällt weg, aber die Eltern erfahren dennoch das Wichtigste für Notfallsituationen.

Nachfrage enorm hoch

So kehren sie nach diesen Vorträgen mit einem sichereren Gefühl in den Alltag mit ihrem Kleinkind zurück. Die Nachfrage nach den Vorträgen ist enorm hoch. So wurden in vier Veranstaltungen seit März 2021 schon 64 angemeldete Eltern mit den wichtigen Verhaltensregeln, die im Notfall lebensrettend sein können, versorgt. Allerdings dürfte diese Zahl noch viel höher sein, da oftmals beide Eltern oder auch Großeltern und Verwandte bei den Vorträgen daheim am Computer zuschauen.

Eltern beschäftigen nämlich oftmals die Fragen, wie sie reagieren sollen, wenn sich ihr Kleinkind beim Essen verschluckt, stark fiebert oder bei einem Sturz auf den Kopf fällt. Für jede dieser Situationen gab die erfahrene Referentin Handlungsempfehlungen, die die Teilnehmenden dankbar annahmen. "Ruhe bewahren" sei das oberste Gebot. Bei einem Notruf unter der Nummer 112 kann man sich an den fünf W-Fragen orientieren: "Wo ist es passiert?" "Was ist passiert?" "Wie viele Betroffene?" "Welche Verletzungen?" und "Warten auf Rückfragen". Sind Atmung, Kreislauf oder Bewusstsein beeinträchtigt, bestehe Lebensgefahr, betonte Schmid.

Sie ging weiter auf die stabile Seitenlage, Verbrühungen, Verbrennungen und Wundbehandlung ein. "Blut stillen geht vor Keimfreiheit", lautete eine Regel. Bei einem Zeckenstich müsse das Spinnentier schnell entfernt werden. Am Ende sollte sich jeder Teilnehmer das Stichwort "Held" einprägen: H wie Hilfe holen, E wie Ermutigen, L wie lebenswichtige Funktionen prüfen und D wie Decke unterlegen. "Viele Mütter und Väter haben Angst, das Kind zu verletzen und unternehmen deshalb gar nichts, bis der Rettungsdienst kommt", wusste die erfahrene Referentin. Weil das Gehirn nur drei bis fünf Minuten ohne Sauerstoff auskommt, kann das ein verhängnisvoller Fehler sein.

Planungen laufen

Kerstin Graf und Jessika Wöhrl-Neuber vom Familienzentrum bedankten sich herzlich bei Miriam Schmid. Sie hält diese Vorträge mit großem Engagement ehrenamtlich neben Familie und Beruf. Die Teilnehmergebühr kommt ohne Abzug dem BRK-Kreisverband zu Gute. Die Planungen für weitere Vorträge laufen. Interessenten werden gebeten, sich im Familienzentrum Mittendrin vormerken zu lassen, da die freien Plätze immer schnell vergriffen sind. Weitere Informationen und Anmeldung unter 09642/70 33 800 oder team[at]mittendrin-kemnath[dot]de.

In einem Online-Vortrag beantworte Dr. Michael Rüth Fragen rund um das Thema Schwangerschaft

Kemnath

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