02.05.2021 - 09:52 Uhr
KemnathOberpfalz

Walpurgisnacht in Kemnath: Wenn Waschbecken zu Sensations-Funden werden

Seit der Walpurgisnacht gibt es einen „Baustopp“ beim Kemnather Realschul-Neubau.

Der "Sensationsfund" eines Waschbeckens sorgte in der Nacht zum 1. Mai für einen "Baustopp" beim Neubau der Staatlichen Realschule.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Nichts geht mehr bei den Planungen für den Neubau der Staatlichen Realschule Kemnath, neue archäologische Funde haben zum ultimativen Baustopp für das Projekt geführt – so sehen es zumindest die kreativen Köpfe, die in der Nacht zum 1. Mai die entsprechende Beschilderung an der Berndorfer Straße geschaffen haben. Und darüber hinaus haben sie auch gleich einen bedeutenden „Fund“, der sich auf dem Areal befunden hat, dazu gelegt: nämlich ein Waschbecken.

Aufs Korn nehmen die Unbekannten damit die politische Mehrheitsentscheidung des Tirschenreuther Kreistags, künftig auf Waschbecken in den Klassenzimmern zu verzichten und stattdessen auf sogenannte Hygienecenter in den Gängen zu setzen. Dies hatte zu einem Aufschrei bei großen Teilen der Schulfamilie geführt.

In der März-Sitzung diskutierten die Kreisräte über den Einbau von Waschbecken in die Klassenzimmer des Realschulneubaus

Tirschenreuth

In dem Anschlag heißt es nun, dass man bei Probebohrungen auf einen sensationellen Fund gestoßen sei, der nun vom „Institut für sanitäre Archäologie“ an der „Freien Universität Blocksberg“ untersucht werde. Nach ersten Erkenntnissen, so der Text weiter, gehe man von einem Waschbecken aus, dem „fehlenden Bindeglied in der Entwicklung von der Waschschüssel zum Hygienecenter“. Datiert werden könne das Fundstück vermutlich auf die „Hochkreidezeit“. Der Text schließt mit der Feststellung: „Das ausführende Architekturbüro wurde angewiesen zu prüfen, ob die Integration des Fundstücks in das Bauprojekt möglich ist.“

Der "Sensationsfund" eines Waschbeckens sorgte in der Nacht zum 1. Mai für einen "Baustopp" beim Neubau der Staatlichen Realschule.
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