"Abwarten und Tee trinken" war das Thema des ökumenischen Abendgebets zur Wochenmitte in der Stadtpfarrkirche. Im Mittelpunkt stand der Gedanke des Wartenkönnens. "Diesen Tag, Herr, lege ich zurück in deine Hände" spielten Robert Baier (Gitarre) und seine Tochter Franziska (Geige) als Einstimmung. "Vielleicht gab es heute auch Momente, als wir auf etwa oder jemanden warten mussten", lautete ein Impuls. Im Anschluss ging es darum, wie man damit umgeht, ob man genervt ist oder gelassen bleibt oder man die Wartezeit bewusst genießt. "Warten heißt still werden, heißt offen sein, heißt bereit sein, anzunehmen, heißt Vertrauen haben zu sich, zu anderen und zu Gott" waren einige Antworten. Unfertiges und Unvollkommenes dürfe zugelassen werden.
In einem Dialog zählten Ina und Luzie die Vor- und Nachteile der Warterei auf. Dazu sangen alle das passende Lied "Zeit für Ruhe, Zeit für Stille". Auch der Monat November ist eine Zeit des Wartens. "Ich brauche diese Tage, an denen es manchmal gar nicht hell werden mag" schrieb Andrea Schwarz. In der Bibel ist von Menschen die Rede, die ebenfalls warten. Dazu gehören Johannes der Täufer, der auf das kommen Jesu wartet, oder die Jünger am Ölberg, die von Jesus gebeten werden, mit ihm zu wachen und zu beten. Oft war es für die Menschen eine wirkliche Herausforderung, zu warten. Denn das Warten ist zugleich das Leichteste und das Schwerste. Schließlich versammelten sich die Gläubigen beider Konfessionen im Eingangsbereich der Kirche und beteten gemeinsam das Vaterunser. Nach dem Segen von Pfarrvikar Joseph Meenpuzhackal schlossen sich Gespräche bei einer Tasse Tee und süßem Gebäck an. Das nächste ökumenische Abendgebet ist am Mittwoch, 16. Januar, um 19.30 Uhr.














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