20.01.2020 - 11:52 Uhr
KemnathOberpfalz

Wohnung, ambulanter Dienst und Tagespflege

Die Mitglieder der Seniorengemeinschaft "Hand in Hand" Kemnath besuchten die Pflegewohnanlage St- Antonius.

„Mehr als 650 Pflegeappartements gehören zur SeniVita Unternehmungsgruppe“ gab Bereichsleiter Uwe Conrad bekannt.
von Josef ZaglmannProfil
„Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen wird in der nächsten Jahren sprunghaft ansteigen“ vermutete der Pflegewissenschaftler und Gerontologe Dr. Gerd Schuster.
„Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen wird in der nächsten Jahren sprunghaft ansteigen“ vermutete der Pflegewissenschaftler und Gerontologe Dr. Gerd Schuster.
„Mehr als 650 Pflegeappartements gehören zur SeniVita Unternehmungsgruppe“ gab Bereichsleiter Uwe Conrad bekannt.

Vorsitzender Karl Lorenz und Koordinatorin Elisabeth Gottsche begrüßten dazu zahlreiche Mitglieder. "Die SeniVita Unternehmensgruppe wurde 1998 gegründet", erzählte Uwe Conrad. Er ist der Bereichsleiter für Vertrieb und Belegung. "Jeder Pflege- und Hilfsbedürftige soll Anspruch auf eine menschliche und hochqualitative Versorgung haben - das ist das Leitziel unserer 700 Mitarbeiter", betonte er. Mit wissenschaftlicher Begleitung sei ein neues Wohn- und Pflegekonzept erarbeitet worden, das aus den drei Bausteinen seniorengerechte Wohnung, ambulanter Dienst und Tagespflege besteht. "Den Jahren Leben schenken" laute die Devise.

Individuelle Bedürfnisse

"Jeder Mensch hat im Alter seine ganz individuellen Wünsche und Bedürfnisse", betonte Diplompsychologe Dr. Gerd Schuster, Abteilungsleiter Pflege bei SeniVita. "Der Trend geht zu modernen Pflegewohnangeboten als Alternative zum stationären Pflegeheim."

Mit statistischen Eckdaten der Pflegestatistik aus dem Jahr 2017 untermauerte er die Notwendigkeit von Pflegeeinrichtungen: "Von den 3,4 Millionen Pflegebedürftigen wurden 2,65 Millionen (76 Prozent) zu Hause versorgt, davon 1,76 Millionen durch Angehörige und 830 000 durch Familienangehörige und ambulante Pflegedienste und 14 100 durch ambulante Pflegedienste mit 390 300 Beschäftigten. 818 000 wurden vollstationär in Heimen versorgt (24 Prozent) und 14 500 in Pflegeheimen (einschließlich teilstationärer Pflegeheime) mit 764 600 Pflegekräften."

Die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen werde von 2018 bis 2050 voraussichtlich von 3,4 Millionen (2018) auf 4,5 Millionen (2050) steigen, der Anstieg dementiell erkrankter Menschen von 1,8 Millionen (2018) auf 3 Millionen (2050). "Auch die Betreuung durch ambulante Pflegedienste wird sprunghaft zunehmen", vermutete Schuster.

Eine zeitgemäße Lösung biete das Haus St. Antonius im SeniVita-Konzept "Betreutes Wohnen PLUS+". Pflegebedürftige Senioren könnten hier wohnen und die Pflege in Anspruch nehmen, die sie benötigen. Zum einen in der hauseigenen Tagespflege, die 365 Tage im Jahr geöffnet hat und auch nur tageweise - halbtags oder ganztags - gebucht werden kann. Oder durch wählbare ambulante Pflegedienste, die an 365 Tagen eine engmaschige Versorgung mit einer 24-Stunden-Betreuung ermöglichen.

"'Betreutes Wohnen PLUS+' bietet in der modernen Wohnanlage alles, was sich viele Menschen im Alter wünschen", erklärte Schuster, "nämlich trotz Pflegebedürftigkeit ein selbstbestimmtes Leben führen zu können mit Komfort, Privatsphäre und maßgeschneiderter Betreuung." Jeder soll so lange wie möglich zu Hause bleiben können, sei das Ziel. Die drei Bausteine dazu seien das eigene Apartment ("Zu Hause gut versorgt"), die häusliche Pflege ("Individuell betreut") und die Tagespflege. Letztere stehe auch externen Gästen offen.

Drei Bausteine

Das Grundprinzip von SeniVita sei die Kombination von drei ambulanten Bausteinen in einem Gebäudekomplex mit Tagespflege, häuslichen Pflegediensten und individuell gestaltbaren seniorengerechten Wohnungen, bei denen Privatheit und Selbstbestimmung berücksichtigt würden. Hilfebedürftige Menschen blieben selbstbestimmte Mieter. Das Haus St. Antonius sei eine moderne Wohnanlage, die den Bewohnern alles biete, was sich viele für ihr Alter wünschen.

SeniVita biete 48 pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen Wohnen im eigenen barrierefreien Appartement und verfüge gleichzeitig über zwei Tagespflege-Einrichtungen, in denen jeweils bis zu 60 betreuungsbedürftige Menschen versorgt werden können. Die Appartements selbst seien 34 Quadratmetern groß und könnten bei Bedarf zu Zweizimmerwohnungen (für Paare) ergänzt werden. Alle Appartements seien barrierefrei. Davon konnten sich die Senioren überzeugen, die nach der Kaffeepause mit Conrad und Johanna Kraus an einer Führung durch die Räumlichkeiten teilnahmen.

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