"Alles hat seine Zeit" war das Thema des ökumenischen Gottesdienstes, zu dem der Aktionskreis 365 sowie die beiden Pfarrer Konrad Amschl und Dirk Grafe in die Stadtpfarrkirche eingeladen hatten.
"Dein Leben ist so reich, achte darauf", lautete eine Stelle im Lied "Komm herein und nimm dir Zeit für Dich", das die Kolpingband Brückenbauer spielte. Mit einer Atemübung sollten die Gottesdienstbesucher zur Ruhe kommen. Sie sollten sich bewusst Zeit nehmen für sich selbst, die Mitmenschen und für Gott. Das Leben kann jeden Augenblick zu Ende sein, mahnte das Ticken eines Metronoms. Auch die Lieder "Schenk mir Zeit", "Meine Zeit steht in deinen Händen" und "Ich wünsche dir Zeit" sollten zum Nachdenken anregen.
"Zeit ist ein Geschenk Gottes, das er uns jeden Tag zuteilwerden lässt und das wir hier und jetzt annehmen und füllen müssen", betonte Vikarin Kathrin Spies bei ihrer Predigt. Gottes Werk und damit auch die Zeit, die er jedem einzelnen zur Verfügung stelle, sei manchmal schwer zu verstehen. Warum bekomme der eine mehr Zeit geschenkt, der andere weniger? "Wir wissen es nicht", lautete Spies Antwort. Das einzige was bleibe, sei die verfügbare Zeit in vollen Zügen zu genießen, fröhlich zu sein und jede Sekunde bewusst zu leben. "Das Verrinnen der Zeit ist etwas, das uns alle betrifft", meinte die Vikarin. Selbst die reichsten Menschen könnten sich keine Sekunde mehr Leben kaufen. Zeit sei eines der letzten unverfügbaren Güter der Menschheit. Trotz aller Bemühungen und des technischen Fortschritts haben wir auf die Zeit doch keinen Einfluss.
"Gott segne deine Augen, deine Ohren, deinen Mund, deine Stimme, deine Hände, deine Füße und deinen Leib", beteten die Amschl und Grafe vor ihrem siebenfältigen Segen. Mit dem irischen Segenslied "Möge die Straße uns zusammenführen" endete der ökumenische Gottesdienst. Die Kollekte ist für die Flutopfer in der südindischen Provinz Kerala.



















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.