26.07.2018 - 14:28 Uhr
KemnathOberpfalz

Hochwürden kommt angeradelt

So richtig dran geglaubt haben wohl noch die Wenigsten: Nach vielen Jahren ist der Radweg zwischen Oberndorf und Wirbenz doch noch Realität geworden.

Das Band schneiden unter anderem die beiden Bürgermeister Manfred Porsch (Zweiter von rechts) und Werner Nickl (Dritter von rechts) mit Henner Wasmuth (rechts) vom Staatlichen Baumt durch.
von Holger Stiegler (STG)Profil

(stg) „Ich freue mich sehr, dass wir den heutigen Tag noch erleben dürfen!“ Dieser erste Satz von Kemnaths Bürgermeister Werner Nickl machte am Donnerstag bereits deutlich, dass der Radweg zwischen Oberndorf und Wirbenz entlang der B22 eine schwere Geburt war. Landkreis- und bezirksübergreifend zu radeln, ist seit kurzer Zeit deutlich einfacher, bequemer und vor allem sicherer. Nach Fertigstellung des Radweges zwischen Oberndorf und Wirbenz, der nicht nur die Kommunen Kemnath und Speichersdorf miteinander verbindet, sondern auch die Oberpfalz mit Oberfranken, folgte am Donnerstag bei fast schon zu heißem Radl-Wetter die offizielle Eröffnung mit Einweihung.

Den kirchlichen ökumenischen Segen spendeten – ebenfalls kommunenübergreifend - die Geistlichen Pfarrer Sven Grillmeier, Pfarrer Dirk Grafe, Pfarrer Konrad Amschl sowie Vikarin Kathrin Spies genau dort, wo die beiden Landkreise Tirschenreuth und Bayreuth aufeinandertreffen und künftig auch problemlos mit einem Fahrrad-Weg verbunden sind. „Für die Bevölkerung geht ein großer Wunsch in Erfüllung“, betonte Bürgermeister Werner Nickl. In gewisser Weise wachse hier das zusammen, was auch zusammengehöre, so Nickl mit Blick auf die gemeinsame Geschichte und gemeinsame Anstrengungen in der Region. Nickl erinnerte daran, dass es seit 2002 ein „Ringen und Kämpfen“ um den Radweg gegeben habe. Anhand verschiedener Überschriften der vergangenen 16 Jahre in der Tageszeitung machte er das „Auf“ und „Ab“ bei dem Projekt deutlich. „Und wir sind hier eher fertig als der Berliner Flughafen“, scherzte Nickl. Sein besonderer Dank galt insbesondere Gerhard Kederer vom Staatlichen Bauamt, der immer wieder in den vergangenen Jahren mitangeschoben habe, um das Projekt zu verwirklichen. Der Speichersdorfer Bürgermeister Manfred Porsch stellte fest, dass das Projekt in der Tat eine sehr lange Geschichte habe. „Wir – sowohl Speichersdorf wie auch Kemnath – haben nicht nachgelassen trotz vieler Rückschläge“, betonte Porsch. Wenn man jetzt hier stehe und den vorbeifahrenden Verkehr betrachte, werde wieder deutlich, dass die B22 für Radler eigentlich nicht benutzbar sei. Umso größer sei die Freude über die nun offizielle Eröffnung des Weges. Henner Wasmuth, Leiter des Staatlichen Bauamtes, brachte ebenfalls seine Freude darüber zum Ausdruck, dass das Projekt des kombinierten Rad- und Wirtschaftswegs nun zum Abschluss gebracht worden sei. Auf einer Länge von knapp 1,9 Kilometern ist nun diese Anbindung geschaffen worden, insgesamt sind – auch mit Beiträgen der Stadt Kemnath sowie der Gemeinde Speichersdorf – 940.000 Euro investiert worden. Im kommenden Jahr soll dann die Überquerung der Bundesstraße im Ortsteil Oberndorf umgesetzt werden. Landtagsabgeordneter Dr. Christoph Rabenstein (SPD) aus Bayreuth freute sich über den Abschluss der Maßnahme. „Hier ist Gutes geschaffen worden“, so der Abgeordnete. Ziel müsse nun sein, dass der Radweg weiter nach Bayreuth fortgesetzt werde und ein geschlossenes Wegenetz entstehe. Viele der Anwesenden setzten sich im Anschluss wieder auf das Fahrrad, um eine Teilstrecke zu erkunden.

Pfarrer Sven Grillmeier - hier mit dem Speichersdorfer zweiten Bürgermeister Rudi Heier - kommt bereits mit dem Fahrrad zur Eröffnung.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp