13.07.2018 - 17:31 Uhr
Oberpfalz

Kewog baut neu in Tirschenreuth

Die Kewog stellt wichtige Weichen. In der Kreisstadt baut die Gesellschaft ein neues Bürogebäude als Unternehmenssitz. Die Fäden dazu hält Bernd Büsching in der Hand, der noch einiges mit der Gesellschaft vorhat.

Das mittlerweile freigeräumte Gelände der Porzellanfabrik SMCS.
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Bei der Gesellschafterversammlung der Kommunalen Entwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft ließ Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Wolfgang Lippert am Donnerstag im „Seenario“ die Katze aus dem Sack. Ende 2019 wäre der Vertrag mit dem langjährigen Geschäftsführer ausgelaufen. Im Mai hatte sich der Aufsichtsrat mit Büsching geeinigt, den Vertrag vorzeitig zu verlängern und die Zusammenarbeit mit Büsching als Geschäftsführer bis 2025 fortzusetzen.

Lob vom Landrat

„Er hat das absolute Gespür für das Machbare und auch den Mut für gute Geschäfte“, lobte Lippert. Hinzu komme die stete Bereitschaft, neue Geschäftsfelder zu erschließen, wenn sich dies als sinnvoll und notwendig erweise. „Bernd Büsching hat der Region gut getan“, betonte Lippert. Ein gewichtiges Argument für die Fortsetzung der Zusammenarbeit war für den Landkreischef zudem das gute Klima in der Kewog. Die geringe Fluktuation unter den rund 80 Mitarbeitern spreche für den Krummennaaber, der seit 2002 die Geschäfte der Gesellschaft führt.

Ein neues Projekt wird Büsching dabei in der Kreisstadt vorantreiben. Die Kewog will auf dem leer geräumten Gelände der früheren Porzellanfabrik SMCS für die eigene Belegschaft ein zweistöckiges Bürogebäude errichten. Absolut funktionell und in einer Art Baukastensystem soll das Millionenprojekt realisiert werden.

Schon die nächsten Wochen soll das Grundstück von der Stadt Tirschenreuth erworben werden. Dann geht es an die Planung. Bis Herbst 2020 soll das Gebäude bezugsfertig sein. Büsching und Lippert sehen in dem Neubau auch einen wichtigen Mosaikstein, um qualifizierte Mitarbeiter für die Kewog zu begeistern. „Wir könnten sofort zwei Techniker einstellen“, sagt Büsching. Aber der Markt gebe das leider derzeit nicht her.

Das vergangene Wirtschaftsjahr hat die Kewog mit einer Bilanzsumme von 60,981 Millionen Euro abgeschlossen. Das ist ein Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Eigenkapital gab es gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 5,1 Prozent auf 14,603 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss ist deutlich um 30,8 Prozent auf 697 896 Euro zurückgegangen. Beim Umsatz gab es einen Rückgang von 3,8 Prozent auf 11,977 Millionen Euro.

Sonderbudget

Die nächsten Jahre will die Kewog zusätzlich eine Million Euro pro Jahr in den Bestand der derzeit rund 1000 Mietwohnungen investieren. 1,5 Millionen Euro stehen dann pro Jahr für Modernisierungen und Renovierungen zur Verfügung. Dieses Sonderbudget soll helfen, den Bestand in Schuss zu halten. Außerdem wurde bei der Sitzung auch über mögliche Neubauten in der Region gesprochen. Die Gedanken gehen in Richtung behindertengerechte Appartements und Singlewohnungen.

Vertragsverlängerung Büsching Bernd

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp