Bevor er an diesem Freitag überhaupt losgeht, ist der G20-Gipfel in Buenos Aires bereits ein Flop. Davon muss man ausgehen - obwohl es angesichts der vielen Krisen auf der Welt aktuell wichtiger denn je ist, miteinander zu reden, Kompromisse zu finden, zusammenzuarbeiten. Aber mit diesen Hauptakteuren erscheint das derzeit unmöglich.
Da ist zum einen natürlich Donald Trump. Ein Kind im Körper eines US-Präsidenten, das macht, was es will. Das mit seinem Handelsstreit mit China die Weltwirtschaft in Atem hält. Das sich an nichts hält - schon gar nicht an internationale Abkommen. Das nur zu dem hält, der ihm die meisten Süßigkeiten - in seinem Fall: Dollars - bietet.
Damit wären wir bei Mohammed bin Salman, saudischer Kronprinz, der für viele als Drahtzieher des brutalen Mordes an seinem Kritiker, dem Journalisten Jamal Kashoggi, gilt - sich aber als die Unschuld von der Wüste präsentiert. Und da wäre Wladimir Putin. Der russische Präsident zeigt im Konflikt mit der Ukraine gerade wieder, wie wenig ihm Verträge und internationales Recht interessieren.
Am Ende des Treffens werden sie sich mit den anderen Teilnehmern wohl trotzdem auf eine gemeinsame Abschlusserklärung einigen. Nach dem Motto: Schaut her, wie toll wir zusammenarbeiten! Bloß blöd, dass sich da dann eh keiner der großen Männer dranhält. Denn jeder von ihnen tut das, was für ihn das Beste ist.













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