Nach der Stärkung beim deftigen Brotzeitbüfett führte Gottlieb Seitz aus Oed im vollbesetzten Saal, mit Gästen auch aus der näheren und weiteren Umgebung, durch einen Abend, der Einblicke in das Landleben von früher gab. Mit gekonnt präsentierten Volksliedern wie „Mein Dörflein am Waldrand“, „Wos braucht ma auf am Bauerndorf“ oder "Im Märzen der Bauer“, vorgetragen von Gertraud Mois und Hermann Seitz, wurde an die „gute, alte Zeit“ erinnert, die geprägt war von schwerer bäuerlicher Arbeit, aber auch von Zusammenhalt, Kultur und die trotzdem viel Schönes zu bieten hatte.
"Der bäuerliche Jahresablauf in unserer herrlichen Landschaft vom Frühjahr bis zur Ernte bestimmte den Lebensrhythmus. Alt und Jung war gefordert, mitzuhelfen und anzupacken", wusste Gottlieb Seitz, der auf die schweren Zeiten während und nach den Weltkriegen mit den Flüchtlingsströmen und vielen Entbehrungen einging.
Ein Höhepunkt waren Filmaufnahmen aus dem Jahr 1982 vom „Kornhauen mit dem Wachlerer“, wo auch zu sehen war, wie eine Sense gedengelt wurde, und aus dem Jahr 1984 vom „Drischeldreschen“. Damals hatte die FWG Kirchendemenreuth bei zwei Veranstaltungen diese „bäuerlichen Arbeiten von früher“ aufleben lassen, und viele konnten mitmachen und selbst beim „Kornmandl bauen“ anpacken.
Weiterer Höhepunkt waren Tonaufnahmen des Haberlandlieds „Bei dem Dorf Demenreuth“, das beim ersten Heimatfest 1982 der Gemeinde Kirchendemenreuth uraufgeführt worden war. Damals sang Gottlieb Seitz mit seiner Tochter Gertraud das Lied vor großem Publikum. 36 Jahre später trugen beide das Lied beim Hutzerabend in Begleitung von Hermann Seitz erneut vor und ernteten viel Applaus.
Den Abschluss bildete das gemeinsame Singen von Volksliedern. Bei „Kein schöner Land in dieser Zeit“ und „Wahre Freundschaft“, stimmten alle Anwesenden kräftig mit ein.






















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