Kirchenpingarten
03.08.2026 - 08:54 Uhr

Ukrainisches Damenquartett berührt Herzen in Kirchenpingarten

Das ukrainische Damenquartett "Goldkehlchen" verzaubert die Besucher der Vorabendmesse in St. Jakobus mit eindrucksvollen Klängen. Die Frauen sammeln Spenden für vom Krieg betroffene Familien in ihrer Heimat Ukraine.

Die Vorabendmesse in der katholischen Kirche Stankt Jakobus am vergangenen Samstag hätte ein volles Gotteshaus verdient. Musikalisch wurde die Messe von den "Goldkehlchen" umrahmt. Das Damenquartett aus Lemberg in der Ukraine machte bei seinen 20 Konzerten und gestalteten Gottesdiensten rund um Bayreuth erneut Halt in der Frankenpfalz.

Eindrucksvoll und mit großer Leidenschaft durchflutete das preisgekrönte ukrainische Quartett mit drei Banduras, Lauteninstrumente aus der Ukraine, begleitet von einer Geige und den kräftigen Stimmen den Kirchenraum. Das Repertoire reichte von klassischen Werken des ukrainischen Barockkomponisten Dimitri Bortnjanskyi, „Der Engel verkündet“ bis zur geistlichen Musik von Maxim Beresowski.

Mit „Jesus – meine Freude“ oder „Arioso“ von Johann Sebastian Bach bereicherten die vier Musikerinnen das geistliche Programm. Zu ihm führte Pfarrer Reinhard Forster mit dem Mythos von König Midas ein: Der Herrscher wünschte sich, dass alles, was er berührte, zu Gold werde. Es war ein trügerischer Segen. Seine Gier wurde zum Fluch, weil alles, was er essen und trinken wollte, auch zu Gold wurde.

Mit ihrer Tournee sammelten die professionellen Musikerinnen finanzielle Unterstützung für betroffene Familien in der Ukraine. „Jeden Tag erreichen uns schreckliche Nachrichten“, sagte Olena Nikolenko, „wir haben Angst um unsere Kinder und Familien.“ Niemand hätte in der Ukraine an einen solange Krieg gedacht. Sie hätten gehofft und seien enttäuscht worden. „Wir bitten Gott um Hilfe“, sagten die Frauen. Sehr dankbar zeigten sich die vier Künstlerinnen gegenüber Deutschland für die Aufnahme vieler Flüchtlinge. Ihr großer Herzenswunsch war, dass beim nächsten Konzert in Kirchenpingarten der Krieg in ihrem Heimatland zu Ende ist. Mit großem Applaus zollten die Gottesdienstbesucher die Leistungen des Quartetts, zu dessen Gunsten Spendenkörbchen aufgestellt waren.

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