Seit Mitte März 2024 laufen die Bauarbeiten auf der Kreisstraße AS 39 in Etzelwang. Der Landkreis Amberg-Sulzbach und die Gemeinde investieren laut Angaben aus dem Landratsamt rund eine Million Euro in den Neubau der Reinbachbrücke bei Kirchenreinbach. Die alte Brücke über den Reinbach wurde laut Landkreis-Sprecherin Christine Hollederer Ende der 1960er-Jahre erstellt und "entsprach nicht mehr den heutigen Verkehrsanforderungen", wie Philipp Biesler vom Tiefbauamt des Landratsamtes Amberg-Sulzbach in einer Pressemitteilung nach einem Ortstermin ergänzend dazu erklärt. Eine Sanierung der vom TÜV festgestellten Schäden wäre aufwendig und teuer geworden, deshalb fiel die Entscheidung für einen Ersatzneubau. Dieser sieht eine Fahrbahnbreite von 6,50 Meter im Bereich der Brücke vor sowie eine Anpassung der Einmündungsradien der Gemeindeverbindungsstraße nach Kirchenreinbach, heißt es aus dem Landratsamt.
Philipp Biesler ist "der Kopf der Baustelle". Der staatlich geprüfte Techniker hat als Bauleiter nicht nur den Gesamtüberblick, er zeichnet auch für die Planung verantwortlich, wodurch der Landkreis Amberg-Sulzbach und die Gemeinde Etzelwang als Bauherren Geld einsparen können. Einmal pro Woche ist Jour fixe auf der Baustelle in Etzelwang. Mit Felix Ruder von der Verwaltungsgemeinschaft Neukirchen sowie Bauleiter Gerald Lord und Polier Manfred Graf von der Baufirma Englhard bespricht er den aktuellen Stand. Gibt es Probleme auf der Baustelle? Wird der Zeitplan eingehalten? Diese Fragen werden regelmäßig vor Ort geklärt. Falls nötig, werden Anpassungen vorgenommen.
In Kirchenreinbach sieht es gut aus. Die Arbeiten verlaufen planmäßig, sagt Philipp Biesler: „In den vergangenen drei Monaten wurde das alte Brückenwerk abgebrochen, Materialien wurden entsorgt, die Gründung für das neue Bauwerk wurde hergestellt und die Widerlager mit den Flügelwänden wurden erstellt." Nachdem nun auch das Traggerüst eingebaut wurde, soll in der kommenden Woche der Überbau betoniert werden. „Läuft es weiter nach Plan, können wir im November den Verkehr freigeben“, sagt der staatlich geprüfte Techniker voller Optimismus. Zur offiziellen Verkehrsfreigabe ist laut Biesler ein größerer Termin mit Landrat Richard Reisinger und Bürgermeister Roman Berr sowie den beteiligten Firmen geplant.
Zahlen und Fakten
- In der neuen Reinbachbrücke werden insgesamt 16 Bohrpfähle à 10 Meter Länge errichtet und 100 Kubikmeter Beton verbaut
- Um die Betonbauteile zu verstärken und die Tragfähigkeit zu erhöhen werden 30 Tonnen Bewehrungsstahl eingegossen
- Zudem werden rund 700 Kubikmeter Erdreich ausgehoben sowie circa 75 Kubikmeter Oberboden abgetragen
- Mit Abschluss der Arbeiten wird der Reinbach in sein ursprüngliches Flussbett zurückverlegt
- Die veranschlagten Kosten von rund einer Million Euro teilen sich der Landkreis Amberg-Sulzbach und die Gemeinde Etzelwang, wovon der Landkreis zwei Drittel übernimmt



















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