12.06.2019 - 11:23 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

An einem Abend durch 60 Jahre Musikgeschichte

Das Kirchenthumbacher Nußsteinhaus lockte zahlreiche Freunde akustischer Musik an. Rock und Blues prägten das Pfingstwochenende.

Die Band "Huebnotix" heizt den Besuchern im Hinterhof des Nußsteinhauses bis spät in die Nacht ein.
von Heidi Stopfer-Wilterius (ILT)Profil

Mit den Bands "Huebnotix" und "Two Souls" sowie mit Klaus Brandl, begleitet von Chris Schmitt und Willi Förtsch-Döring, zeigte der Kulturkreis wieder ein gutes Händchen bei der Auswahl der Künstler.

Am Samstag gingen die Besucher mit der Band "Huebnotix" auf eine Zeitreise. Im Mittelpunkt standen dabei Kultsongs aus 60 Jahren Rock- und Popgeschichte. Bereits seit 17 Jahren präsentiert die Band Unplugged-Konzerte auf den Konzertbühnen im gesamten deutschen Raum. Mit einem unverwechselbaren Akustik-Stil wurden die Meisterwerke der Musikgeschichte neu interpretiert. Und genau das ist das Spannende an dieser handgemachten Live-Musik – denn wer hat „Time“ von Pink Floyd oder Paul Simons „You can call me Al“ schon mal akustisch gehört? Innerhalb kürzester Zeit vibrierte der Hinterhof. Das begeisterte Publikum tanzte den ganzen Abend zu ausgefeilten Arrangements, unter anderem zu „Kashmir“ als Akustikversion, und perfektem mehrstimmigen Satzgesang. "Huebnotix" hat sich den Ruf einer hervorragenden Live-Band erspielt und diesen erneut eindrucksvoll bestätigt.

Auch die Vorband „Two Souls“ konnte sich hören lassen. Sängerin Elisa Fuchs mit Chris Igl an der Gitarre verzauberte das Publikum vom ersten Ton an. Wunderbar aufeinander abgestimmt und getragen von der sensationellen Stimme Elisas steht das Duo für hochwertige Performance, egal ob bei individuell arrangierte Coverstücken oder minimalistischen Balladen.

Der Sonntag stand unter dem Motto „Beseelte Balladen, groovige Instrumentals“ mit dem Nürnberger Songwriter und musikalischem Urgestein Klaus Brandl. Gespielt wurden Balladen, Polkas mit einem Hauch von südländischem Flair und Geisterstundenmelodien. Der Sänger, Gitarrist, Komponist, Texter und Arrangeur Brandl wurzelt mit seiner Musik im Blues, beschränkt sich aber nicht nur darauf. Mit rauchiger Stimme und schwarzen Humor sang und erzählte er aus seinem Leben. Vor Jahrzehnten schmiss er das Abi und lebt seither von der Musik sowie vom Rausch der Nächte. Er sprang dem Tod von der Schippe und nannte ein Album grinsend „November is my spring“. Der Herbst ist sein Frühling, Diamanten findet man im Dreck und Troubadoure reisen ohne Rückfahrtschein – solcher Stoff steckt in seinen Songs. Und immer im Programm hat er den Trainblues. Hier wurde das Keuchen der Lokomotive, das Rattern der Waggons so lebendig, dass der Zuhörer meinte, er sei mittendrin. Den Nußsteinhof bespielte der Mann mit unverwechselbarer Stimme zusammen mit dem Mundharmonika-Virtuosen Chris Schmitt und Willi Förtsch-Döring an den Tasten – beide Musiker kongenial die Stimmung der Songs unterstützend und nicht nur Sidemen in dieser wunderbaren Triobesetzung.

Den Besuchern gefiel das Wochenende so gut, dass der Ausklang an der Cocktailbar fast kein Ende nehmen wollte. Die Mitglieder des Kulturkreises verwöhnten die Gäste auch mit kulinarischen Schmankerl. Eine gelungene Veranstaltung, so der übereinstimmende Tenor der Organisatoren des Kulturkreises und vor allem auch der Besucher.

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