21.06.2019 - 11:21 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Mit Christus durch die Straßen

Das Fronleichnamsfest gehört zu den Kirchenfesten, die sich nach wie vor besonderer Beliebtheit erfreuen. Auch in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt wird die Prozession zu einem eindrucksvollen Bekenntnis zu Christus im Altarsakrament.

Fronleichnamsprozession in Kirchenthumbach.
von Fritz FürkProfil
Fronleichnamsprozession in Kirchenthumbach.

Am Donnerstag nach dem Festgottesdienst bewegte sich die Prozession, an der zahlreiche Gläubige teilnahmen, durch die mit Birken, Blumen und Fähnchen geschmückten Straßen. Zum ersten Mal trug Pfarrer Augustin Lobo den Leib Christi als Hostie in der Monstranz durch die Straßen der Marktgemeinde, den Baldachin hielten Mitglieder der Kirchenverwaltung.

Drei Altäre mit bunten Blumenteppichen waren am Marktplatz - die Gestaltung hatte die Familie Fronhöfer übernommen -, an der Kreuzung Auerbacher Straße/Kellerstraße (Eltern der Erstkommunionkinder) und Rathaus (Missionskreis) errichtet worden. Der vierte Altar war neben der Mariensäule vor der Kirche platziert. Nach der Prozession zogen die Vereine mit ihren Fahnenabordnungen, angeführt von der Blaskapelle, zum Feuerwehrhaus, wo im Zuge des Sommerfestes der Brandschützer ein Frühschoppen auf dem Programm stand.

Das Fronleichnamsfest als Beleuchtung des katholischen Glaubens besitzt im christlichen Abendland eine lange und wechselvolle Geschichte. Besonders seit der Mitte des 13. Jahrhunderts ist eine steile Aufwärtsentwicklung zu beobachten. Zur Hochblüte gelangte das Fest schließlich im Zeitalter des Barock in Zusammenhang mit der Gegenreformation. Die katholische Kirche sah es als ihre grundlegende Aufgabe an, im Gegensatz zu den verschiedenen Reformatoren, ihren Glauben an die Gegenwart Christi im Allerheiligsten Altarsakrament deutlich herauszustellen.

Das Fronleichnamsfest ist auch von Brauchtum umrankt. Der Volksmund nennt diesen Tag auch noch Pranger- oder Kranzeltag. Der Name "Kranzeltag" kommt von den Kränzchen, die von den Mädchen auf dem Kopf getragen werden. Dieser Brauch verschwindet in unserer Gegend aber immer mehr.

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