02.08.2019 - 11:47 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Dorferneuerung: Neuer Mann an der Spitze

Auf Braunreuther folgt Hessing, Karsten mit Vornamen. So heißt der neue Vorsitzende des Vorstands der Dorferneuerung Kirchenthumbach II. Der Technische Amtsrat tritt die Nachfolge von Georg Braunreuther an.

Technischer Amtsrat Karsten Hessing ist der neue Vorsitzende des Vorstands der Dorferneuerung Kirchenthumbach II.
von Autor RFÜProfil

Zu Hessings Stellvertreter wurde Benjamin Quaas bestimmt. Braunreuther ist und bleibt Sachgebietsleiter und Chef der Dorferneuerungsmaßnahmen im Landkreis Neustadt/WN.

Bei einer Sitzung des Vorstands der Teilnehmergemeinschaft im Saal des Rathauses informierte Hessing das Gremium über den Stand der Dorferneuerung in Kirchenthumbach. Thema war unter anderem das Programm "Innen statt Außen".

Ziel dieser Initiative sei es, Ortskerne zu beleben, leer stehende Gebäude einer neuen Nutzung zuzuführen und Kommunen beim Flächensparen sowie bei der Entsiegelung befestigter Flächen zu unterstützen, erklärte der neue Vorsitzende. Das Amt für Ländliche Entwicklung unterstütze dabei Dorferneuerungsgemeinden mit erhöhten Fördersätzen. Nach Stand der Dinge seien seit einigen Jahren keine neuen Maßnahmen im öffentlichen Bereich hinzugekommen, merkte er an.

Überarbeitet worden sind nach den Worten Hessings die Dorferneuerungsrichtlinien, insbesondere die neuen Fördersätze bei der Bezuschussung privater Maßnahmen. Nach wie vor können Privatpersonen Anträge auf Beratung und finanzielle Unterstützung stellen. Im Herbst 2018 seien auch die zulässigen Höchstsätze in der Ländlichen Entwicklung angepasst worden, teilte der Vorsitzende mit.

Einstimmig beschloss der Vorstand, die Maschinenringsätze für den Landkreis Neustadt/WN anzuwenden, einschließlich der in Zukunft anzupassenden Sätze. Thema waren auch die Stundensätze bei laufenden Beratungsverträgen mit einem Architekturbüro. Das Gremium ermächtigte Hessing, die Stundensätze von bisher 68 beziehungsweise 75 Euro um 7 Euro zu erhöhen.

Örtlicher Beauftragter für das Dorferneuerungsverfahren Kirchenthumbach bleibt Matthias Kroher. Zu Kassenprüfern bestimmte der Vorstand Matthias Kroher und Michael Biersack.

Im Blickpunkt:

Kirchenthumbach: Weder Anfragen noch Anträge für "Innen statt Außen"

Karsten Hessing sprach auch die Fördermöglichkeiten aus dem Programm "Innen statt Außen" an. Doch für Kirchenthumbach in Frage kommenden Immobilien müssten erst von der Gemeinde erworben werden, machte er deutlich.

Bisher, so war zu erfahren, hat die Kommune beim Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz weder Anfragen noch Anträge gestellt. Die Behörde verfüge für das Programm über ausreichende Geldmittel, machte der Vorsitzende deutlich. Die Initiative liege bei den Gemeinden.

Gefördert werden bei "Innen statt Außen" Instandsetzungen - gegebenenfalls auch der Abbruch - leerstehender oder vom Leerstand bedrohter Gebäude innerorts. Bezuschusst werden können auch die Ausgaben für Planung, Konzepte, Beratung, Vitalitätscheck, Gebäudeerwerb, -modernisierung, -umbau, Wiederbebauung beziehungsweise Gestaltung der frei werdenden Flächen. Die Gemeinde müsse sich allerdings verpflichten, vorrangig auf die Innenentwicklung zu setzen, stellte Hessing klar.

Antragsteller/Zuwendungsempfänger können nur bayerische Kommunen sein, die sich in einer laufenden Dorferneuerung befinden. Für die Maßnahmen können sie einen Förderbonus von 20 Prozent auf ihren aktuellen individuellen Fördersatz erhalten. Letzterer kann allerdings auf 80 Prozent erhöht werden. Für Gemeinden, die von einer negativen demographischen Entwicklung besonders betroffen und finanzschwach sind, kann der Zuschuss auf maximal 90 Prozent angehoben werden.

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