08.07.2021 - 13:11 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Mobile Luftfilter für die Grund- und Teilmittelschule

Lüften in den Klassenzimmern bleibt wichtig. Zu den Säulen des Corona-Schutzkonzeptes gehören auch mobile Luftfilter. Für deren Anschaffung stellt der Marktgemeinderat Kirchenthumbach außerplanmäßige Haushaltsmittel zur Verfügung

von Robert DotzauerProfil

Ist die Volksschule Kirchenthumbach auf eine mögliche neue Corona-Welle vorbereitet? Die SPD-Fraktion im Marktgemeinderat rät, die Klassenzimmer vorsorglich sicherer zu machen. In einem Eilantrag fordert Christine Smith im Namen der genossen, die wichtigsten Räume mit Luftreinigern auszustatten. Dies führte zu einer vertiefenden Debatte.

Die Geräte sind teuer: Luftreiniger für große Räume kosten zwischen 2000 und 4000 Euro pro Stück – ein großer Batzen für eine finanziell klamme Gemeinde. Doch was mache man nicht alles für die Gesundheit der Kinder und der Lehrkräfte, hieß es in der Ratsversammlung.

Die Raumluftreiniger sollen das indirekte Infektionsrisiko in der Schule nahezu vollständig ausschließen. Mit Blick auf die zu befürchtende neue Corona-Welle durch die Delta-Variante eine sinnvolle Investition, wie es hieß. Zumal auch der Freistaat mithilft: Die Staatsregierung übernimmt 50 Prozent der Kosten. Der Restbetrag bleibt bei der Marktgemeinde als Sachaufwandsträger der Schule hängen.

Für einen raschen Förderantrag plädierte Christine Smith. „Wir sehen die Kommune in der Verantwortung, einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten“, stellte die stellvertretende SPD-Fraktionssprecherin fest: „Wir brauchen Sauerstoff und keine Aerosolpartikel.“

Im Zusammenhang mit einer zeitnahen Beschaffung forderte Smith zudem Lösungsvorschläge zur unbürokratischen Bereitstellung von Haushaltsmitteln. Für eine umgehende Beschaffung der Geräte sprach sich auch Fraktionskollege Jan Wiltsch aus. Neben gesundheitlichen Aspekten verwies er auf die Möglichkeiten eines besseren Lernkomforts.

Mehr aus dem Gemeinderat Kirchenthumbach

Kirchenthumbach

Aus der Schulpraxis informierte Rudi Stopfer über die Vorteile der Geräte. Und Winfried Sporrer wusste: „Es gibt noch einen Expertenstreit über einen klaren Fahrplan und geeignete Luftfilter.“ Es sei auch höchst fraglich, ob das Wunschdenken zur Luftfilter-Ausstattung bis zum Beginn des neuen Schuljahres im Herbst zu erfüllen sei.

Vieles sei verpennt und viel Zeit vertrödelt worden, beklagte sich Dominik Brütting. Der Bedarf an Filtertechnik sei aktueller denn je, mahnte der SPD-Fraktionssprecher und empfahl eine Ermächtigung an die Verwaltung, Haushaltsrestmittel zu akquirieren. Ein "Ja" kam auch von Jürgen Geyer. Der CWG-Sprecher warnte jedoch vor der Illusion einer rechtzeitigen Lieferung der Luftfiltergeräte.

Ein rasches Handeln empfahl zweiter Bürgermeister Ewald Plößner. Diese Aufforderung endete mit dem einstimmigen Beschluss des Gremiums, Haushaltsrestmittel zum Kauf von neun mobilen Luftfiltern für die Volksschule zu verwenden. Ein weiteres Gerät soll für das Kinderhaus beschafft werden.

„Wir sehen die Kommune in der Verantwortung, einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten.“

Christine Smith, stellvertretende SPD-Fraktionssprecherin im Marktgemeinderat Kirchenthumbach, zum Antrag auf Ausstattung der Grund- und Teilhauptschule mit Luftfiltern

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.