Kirchenthumbach
28.10.2018 - 11:35 Uhr

Preisverfall und stockende Holzabfuhr

Die Schäden durch Sturm Fabienne und den Borkenkäferbefall haben deutliche Auswirkung auf den Holzmarkt. Die Sägewerke sind überversorgt.

Reinhard Wiesent: Seit August herrscht auch in unserem Gebiet rasant ansteigender Käferbefall Bild: rn
Reinhard Wiesent: Seit August herrscht auch in unserem Gebiet rasant ansteigender Käferbefall

Bei den derzeitigen Gebietsversammlungen der Forstbetriebsgemeinschaft Eschenbach stehen insbesondere Informationen über die Holzmarktlage und Maßnahmen bei Borkenkäferbefall auf der Tagesordnung. Im Verlauf der bisherigen Versammlungen in Kirchenthumbach und Schlammersdorf begründete Vorsitzender Reinhard Wiesent den Preisverfall und die stockende Holzabfuhr mit „total überversorgten Sägewerken“. Er beklagte den witterungsbedingten starken Käferbefall, durch den Käferholz aus dem Norden Europas, aus Tschechien und aus den schon im Vorjahr betroffenen bayerischen Gebieten auf den Markt drängt. Er berichtete von übervollen Lieferverträgen und von bereits zum Teil reduzierten Verträgen.

Dem Festmeterpreis von 70 Euro für Frischholz, „das aber keine Abnahme findet“, stellte er den für Käferholz mit 30 bis 50 Euro gegenüber. Da auch überstarke Bäume, für die einst beste Preise erzielt wurden, mit Abschlägen gehandelt werden, riet er den Waldbesitzern dringend „rechtzeitig zu ernten“. Wiesent räumte ein, dass für Eichen weiterhin eine gute Nachfrage besteht.

„Zehn Minuten verändern die Gesichter von Ortschaften und Wäldern.“ Mit dieser Aussage wandte sich der Vorsitzende dem Sturm Fabienne vom 23. September zu, der besonders westlich von Kirchenthumbach (Neuzirkendorf) und im Raum Grafenwöhr eine geschätzte Schadholzmenge zwischen 5 000 und 7 000 Festmetern hinterlassen hat. Wiesent machte auf der Verkehrssicherungspflicht der Waldbesitzer und auf die damit verbundene Pflicht zum Entfernen von so genannten „Hängern“ aufmerksam. Zur Verbesserung der Stabilität der heimischen Wälder maß er dem rechtzeitigen Waldumbau große Bedeutung bei.

Für die nahe Zukunft, er selbst geht nach zwei Jahren in den Ruhestand, kündigte er die Anstellung von „eigenem Personal“ an. Sein Interesse galt einem ausgebildeten jungen Forstwirt, den er gerne als Forsttechniker in die FBG einbinden möchte. Im Jahr 2019 kommt für die FBG Eschenbach ein besonderer Anlass zum Feiern. Sie besteht seit 50 Jahren.

Weitere Gebietsversammlungen mit gleicher Tagesordnung finden am 2.11. um 19.30 Uhr im Gasthaus Heining in Pressath (für die Gemeindebereiche Pressath, Trabitz und Schwarzenbach) und am 7.11. um 19.30 Uhr im Gasthaus Schmid in Tremmersdorf (für die Gemeindebereiche Grafenwöhr, Eschenbach und Speinshart) statt.

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