19.06.2018 - 18:27 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Seelsorger und Bauherr

Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Konrad Beierl gestorben.

von Autor RFÜProfil

(ü) Knapp 32 Jahren übt er zur vollsten Zufriedenheit mit Hingabe, offen und bescheiden die Seelsorge für die 2400 "Schäfchen" in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt aus. Am Sonntag schloss Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Konrad Beierl für immer die Augen. Er starb in Regensburg in der Seniorenresidenz Thurn und Taxis, wo er seinen Lebensabend verbrachte. Seine letzte Ruhestätte findet er in der Priestergruft im Kirchenthumbacher Friedhof. Es war sein ausdrücklicher Wunsch, in Kirchenthumbach, seiner zweiten Heimat, beerdigt zu werden. "Ich bin ein Thumbacher", sagte er wiederholt. Der Trauergottesdienst ist am Samstag, 23. Juni, 10 Uhr, in der Pfarrkirche. Anschließend Beisetzung. Der Rosenkranz wird um 9.30 Uhr gebetet. Die Aussegnung ist am Donnerstag, 21. Juni, 18 Uhr.

Das Licht der Welt erblickte der ehemalige Kirchenthumbacher Pfarrer am 28. Juni 1942 in Ottenrieth bei Waldthurn. Nach der Volksschule lernte er in Vohenstrauß den Beruf des Porzellanmalers. Im Spätberufenenseminar Fockenfeld holte er das Abitur nach, ehe er von 1964 bis 1970 in Regensburg Theologie studierte. 1970 wurde er in Regensburg zum Priester geweiht.

Das priesterliche Wirken von Pfarrer Beierl hat Bischof Manfred Müller Ende 2001 mit der Verleihung des Ehrentitels Bischöflicher Geistlicher Rat gewürdigt. Bevor Beierl im 1980 nach Kirchenthumbach kam, war er zehn Jahre Kaplan in Grafenwöhr. Bei seinem priesterlichen Wirken orientierte er sich an seinen Primizspruch "Die Freude an Gott ist unsere Kraft". Große Anliegen waren ihm die Integration der Laien beim Dienst in der Kirche sowie die Förderung der Jugend. Beweis dafür sind die heute noch große Schar der Messdiener sowie die funktionierenden kirchlichen Vereine und Gruppen. In Kirchenthumbach war seine Popularität und Beliebtheit auch nach drei Jahrzehnten ungebrochen.

Beierl hat neben seiner primären Aufgabe als Seelsorger viel geschaffen und so an der Aufwärtsentwicklung der Pfarrgemeinde wie auch der politischen Gemeinde erheblich mitgewirkt. Erinnert werden darf an den Neubau des Pfarrhofes und das Pfarrheim, die Sanierung und Renovierung der Pfarrkirche und der Bergkirche, der Kreuzwegstation und der Filialkirche Sassenreuth. Kostenintensiv war der Neubau des Kindergartens. Eine neue Orgel für die Pfarrkirche hat er ebenfalls in die Gänge gebracht. Das neue Instrument wurde im Herbst 2008 eingeweiht. 2011 konnte der neue Kirchenvorplatz mit Treppenanlage seiner Bestimmung übergeben werden. Seine letzte größere Baustelle war der Bau der Kindertagesstätte.

Alle diese Aufgaben, die Pfarrer Konrad Beierl neben seiner nicht leichten Tätigkeit als Seelsorger hat bewältigen müssen, waren keine Selbstläufer und haben auch an seiner Gesundheit gezerrt. So musste sich der Geistliche 2008 einer schweren Operation am Herzen unterziehen. Dies machte ihm immer wieder auch bis zu seinem Tod zu schaffen. Die politische Gemeinde, der ehemalige Bürgermeister Fritz Fürk wie auch seine beiden Vorgänger Gerhard Sporer und Johann Kleber sowie der gesamte Marktgemeinderat wissen noch heute, was sie an Pfarrer Konrad Beierl hatten. Als Dank für seine herausragenden Leistungen wurde ihm am 2. Oktober 2007 in einer Feierstunde im Rathaussaal die Bürgermedaille in Gold durch Fürk verliehen.

Als er 2012 in den wohlverdienten Ruhestand ging, wohnte er zunächst in Wenzenbach bei seiner Schwester, ehe er in die Seniorenresidenz nach Regensburg umzog.




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