03.07.2020 - 12:12 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Sonnenstrom für 3000 Haushalte

Die Planungen für ein Photovoltaikfeld bei Altzirkendorf schreiten voran. Nach Vorinformationen der Firma "Voltgrün" im Marktgemeinderat gibt dieser grünes Licht für die Herstellung von Baurecht.

Landschaftsarchitekt Manfred Neidl von der Firma "Voltgrün" erläutert die Einzelheiten der Bebauungsplan-Festsetzungen für das "Sondergebiet Solarpark Altzirkendorf".
von Robert DotzauerProfil

Geschäftsführer Toni Frank vom Projektentwickler „Voltgrün Energie“ hatte dem Gremium bereits das Großprojekt für umweltfreundliche Energie erläutert, in der Sitzung des Marktgemeinderats am Mittwochabend stellte nun Landschaftsarchitekt Manfred Neidl die Photovolitaikanlage vor, die den Strombedarf von 3000 Haushalten decken soll. „Solarpark Altzirkendorf“ lautete der Arbeitstitel, den der Planer im Detail mit dem Ziel vortrug, Beschlüsse des Marktgemeinderats zur Änderung des Flächennutzungsplanes und zur Aufstellung eines sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplanes herbeizuführen.

Auf der zu überplanenden Fläche von 10 Hektar circa 500 Meter westlich der Ortschaft Altzirkendorf, an der Staatsstraße 2403 Altzirkendorf/Bezirksgrenze Oberfranken gelegen, sollen Module mit einer Gesamtfläche von 8,5 Hektar umweltfreundlichen Strom erzeugen. Die Planer rechnen mit einer Stromleistung von 11 Millionen Kilowatt jährlich.

Die Kernpunkte der Bebauungsplan-Festsetzungen erläuterte Manfred Neidl. Der Landschaftsplaner verwies unter anderem auf die maximale Höhe der Modulvorrichtungen von 3,30 Metern, erläuterte die naturschutzrechtliche Vorgabe von Ausgleichsflächen, informierte über die Planungen für eine 5 Meter breite Eingrenzung der Anlage mit Heckengrün und klärte über die voraussichtliche Betriebsdauer von 35 Jahren auf.

Zur Frage der Einspeisung des Solarstromes verwies er auf Angaben des Bayernwerkes, in Kirchenthumbach ein Umspannwerk zu errichten. Derzeit prüfe dieses weitere Alternativen.

Auf Nachfragen von Winfried Sporrer und Jürgen Geyer sah Neidl keine Beeinträchtigungen für die Bevölkerung durch das Projekt. Es sei weder eine Hochwassergefahr durch Bauverdichungen noch eine Blendwirkung für Kraftfahrer zu befürchten, sagte er. Zur Frage der künftigen Pflege des Areals informierte "Voltgrün"-Geschäftsführer Toni Frank über Überlegungen, die Fläche zur Schafbeweidung freizugeben. Als Option nannte er ein regelmäßiges Mulchen des Geländes.

Auf Nachfrage von Jürgen Geyer bestätigte der Geschäftsführer erfolgversprechende Verhandlungen mit der Grafenwöhrer NEW-Neue Energien West eG als künftige Betreibergesellschaft. Frank warb zudem für eine möglichst große Zeichnung von Bürgeranteilen. Damit bleibe Wertschöpfung getreu dem Motto „Aus der Region – für die Region“ im Vierstädtedreieck.

Den vorgestellten Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes einschließlich Grünordnungsplan und Durchführungsvereinbarung „Solarpark Altzirkendorf“ billigte das Gremium einstimmig. Mit dem Verfahren einher geht eine Änderung des Flächennutzungsplanes der Marktgemeinde.

Gleichzeitig leitet die Kommune das Verfahren zur frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und die Auslegung der Pläne ein. Einig war sich das Gremium auch über die Kostenfrage: Kostenträger ist die antragstellende Firma „Voltgrün Energie“.

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