10.12.2018 - 16:10 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Sperrung im Winter

Für eine "heiße" Diskussion in der kalten Jahreszeit sorgt im Marktgemeinderat der Antrag des Bauhofes. Dieser beinhaltet, die Gemeindeverbindungsstraße von Thurndorf nach Sassenreuth ab der Zufahrt zum Kalvarienberg im Winter zu sperren.

Mehrheitlich beschließt der Marktgemeinderat in seiner Jahresabschlusssitzung, dass die Gemeindeverbindungsstraße von Thurndorf nach Sassenreuth ab der Zufahrt zum Kalvarienberg (links im Bild) in den Wintermonaten gesperrt wird.

Der bisherige Winterdienstplan für den Bauhof beinhaltete auch die Räum- und Streupflicht auf der bezeichneten Gemeindeverbindungsstraße. Langjährige Erfahrungen würden aber zeigen, dass die Straße innerhalb kürzester Zeit durch Schneeverwehungen blockiert ist. Daraus ergibt sich die Kernfrage, wie oft der Melder am Tag die Strecke kontrollieren muss, um einen ordnungsgemäßen Winterdienst zu gewährleisten. Selbst bei einer stündlichen Kontrolle könne nicht gewährleistet werden, dass die Straße zur jeder Zeit befahrbar ist, meint der Bauhof. Auch der enorme Zeit- und Kostenaufwand für die Kommune wurde in die Waagschale geworfen.

Einhergehend mit der beantragten Sperrung in den Wintermonaten wurde eine Umleitung des Verkehrs über die Gemeindeverbindungsstraße von Sassenreuth nach Tagmanns zur Kreisstraße NEW 43 vorgeschlagen. So hätten auch Rettungskräfte trotz einer längeren Fahrzeit von einer Minute eine sicherere Anfahrt zu einem möglichen Einsatzort.

Für den Marktgemeinderat Jan Wiltsch (SPD) stellte sich die Frage, wer haftet bei einem Vorkommnis, wenn die Straße befahren, aber nicht rechtzeitig geräumt wird? Gegen eine Sperrung sprach sich Marktgemeinderat Alexander Schatz (BGT) deswegen, weil die Winter nicht mehr so streng und schneereich seien wie in der Vergangenheit.

Als einen Kompromiss wertete dritter Bürgermeister Werner Trenz seinen Vorschlag, von einer Sperrung abzusehen und ein Hinweisschild "Eingeschränkter Winterdienst" bereits an der Einmündung am Schmiedberg anzubringen.

In der regen Diskussion sollte der Antrag an den Grundstücks- und Bauausschuss verwiesen werden. Dieser habe im Vorjahr beschlossen, dass die mit Beschluss aus dem Jahr 2005 geltende Sperrung aufgehoben wird und wieder ein Winterdienst durchzuführen ist.

Dies wiederum lehnte Bürgermeister Jürgen Kürzinger ab und verwies darauf, dass der Antrag des Bauhofs an den Marktgemeinderat gerichtet sei, und dieser auch eine Entscheidung herbeiführen müsse. Letztendlich votierte der Marktgemeinderat mehrheitlich (bei fünf Gegenstimmen), dass die Gemeindeverbindungsstraße in den Wintermonaten gesperrt wird.

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