28.01.2019 - 12:52 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Umgehungsstraße und Baugebiet auf der Agenda

Bei der Jahreshauptversammlung der Christlichen Wählerschaft wurde ein neuer Vorstand gewählt und emotional diskutiert. Vor allem im Hinblick auf das fehlende "Anzapfen" staatlicher Förderquellen musste der Bürgermeister Kritik einstecken.

von Heidi Stopfer-Wilterius (ILT)Profil

In der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Christlichen Wählergemeinschaft (CWG) wurde viel diskutiert. Vor allem das fehlende "Anzapfen" staatlicher Förderquellen wurde kritisiert, als Gemeinderatsmitglied Daniel Götz im Gespräch mit Vorsitzendem Jürgen Geyer aktuelle kommunale Themen präsentierte.

Bauzwang bei Bauplätzen

Definitiv sehe es die CWG als einen Pluspunkt an, wenn man geeignete Bauplätze für privaten Hausbau und Gewerbetreibende anbieten könne. Das sei auch beim Baugebiet Sandbrunnen IV der Fall. Leider sei es dem Bürgermeister dabei nicht gelungen, das vorgeschriebene Regenrückhaltebecken außerhalb des Baugebietes zu platzieren.

Von den vorhandenen 18 Parzellen seien nach Auskunft des Rathauses Anfang Januar bis heute fünf verkauft worden. Alle weiteren stünden noch zur Verfügung. Es bestehe aber ein Bauzwang in einem Zeitraum von drei Jahren. Der Grundpreis von 18 Euro pro Quadratmeter (ohne Erschließungskosten) liege dabei derzeit in einem normalen Rahmen. Positiv sei auch die Möglichkeit zur Erweiterung mit den Baugebieten Sandbrunnen V und VI und die auf allen Bauplätzen erfolgten Bodenbeprobungen. Nach nunmehr fünf Jahren könne im Frühjahr 2019 endlich mit der Bebauung begonnen werden.

Verbesserungen sehe man bei den Planungen für die Grund- und Mittelschule. Dabei stünden zwei Varianten zur Auswahl. Entweder der Abbruch des Elisabethenheimes mit Teilneubau und Generalsanierung des Bestandes, oder ein vollständiger Neubau auf einem gemeindeeigenen Grundstück mit anschließendem Abbruch des Altbestandes. Die vom Architektenbüro Greiner vorgelegte Machbarkeitsstudie sehe kostenmäßige Vorteile bei der zweiten Lösung.

"Die Förderung der beiden Varianten durch die bayerische Regierung ist aber noch völlig unklar. Hierzu finden derzeit gemäß Auskunft aus dem Rathaus Gespräche statt. Erst nach Vorliegen dieser Zahlen wird der Gemeinderat eine abschließende Entscheidung treffen können", sagte Daniel Götz.

Im Ungewissen liege noch das Thema Umgehungsstraße. "Wie geht es denn nun weiter?", wollte Götz wissen. Keiner wisse genau, wie der Stand hierzu sei. "Die Berichterstattung in den vergangenen Wochen war mehr verwirrend als informativ", merkte Götz an. Sein Appell an den Bürgermeister lautete deshalb, sich endlich aktiver in das Thema einzubringen. Er müsse die unterschiedlichen Interessen im Ort bündeln und ausgleichen und dürfe sich bei dieser Frage nicht hinter dem staatlichen Bauamt verstecken.

Neubau oder Sanierung?

Ein weiteres Thema waren die "Wasser- und Abwasseranlagen". Anhand der Zahlen aus einer aktuellen Kostenzusammenstellung für die Investitionen in die Wasserversorgung in den nächsten Jahren ergebe sich für die CWG klar, dass es durchaus Sinn mache, sich auf die Neubau- anstelle der Sanierungsvariante zu verständigen. Da im Ergebnis die Investitionskosten von den Bürgern getragen werden müssten, sei es höchste Zeit, ein Gesamtpaket zu schnüren und auch hier zu versuchen, Fördergelder zu bekommen.

Anhand eines konkreten Beispiels aus der Gemeinde Speichersdorf und der Darstellung der seit 2018 deutlich verbesserten Förderrichtlinien verlangte Götz, dass die Gemeindeverantwortlichen alles tun, damit in diesem Bereich die Fördergelder nicht wieder an Kirchenthumbach vorbeifließen. "Die geplanten Investitionen kann sich der Ort mittelfristig ohne deutliche Verbesserung der Förderquote schlicht nicht leisten", machte Götz deutlich.

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