02.09.2018 - 18:18 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Unterwegs zu Lok und Lore

Die Vorkehrungen für den Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, laufen auf Hochtouren. An dem Aktionstag beteiligt sich unter anderem der Kulturkreis Kirchenthumbach. Er rückt den Kalk in den Blickpunkt.

Von links: Jürgen Böhme, Fritz Fürk und Martin Kohl vor der Feldbahn, die von Kohl wieder gangbar gemacht wurde.
von Autor RFÜProfil

Vorgestellt werden der Abbau von Kalkstein, die Verarbeitung zu Kalk für unterschiedliche Zwecke, die Geologie um Kirchenthumbach sowie die Geschichte von Firma und Familie Prüschenk. Letztere hat Fritz Fürk in den zurückliegenden Monaten erforscht und zu Papier gebracht. Die Informationen zur Kalkverarbeitung und alles rund um den Kalkstein hat Martin Kohl ausgearbeitet. Jürgen Böhme befasste sich mit der Geologie, die wegen der Vielfältigkeit an Steinen und Erdvorkommen in der Region eine Rarität darstellt.

Gesammelt wurden zudem zahlreiche Dokumente und Fotos. Der Kulturkreis bittet dennoch Einwohner von Kirchenthumbach und der Umgebung, die noch Bilder oder Unterlagen zum Thema haben, diese leihweise zur Verfügung zu stellen. Ansprechpartner ist Martin Kohl im Nußsteinhaus. Ihm ist es auch gelungen, die alte Feldbahn, die die Steine vom Steinbruch Ernstfeld zu den Brennöfen und von dort zur Kalkmühle transportiert hat, wieder einsatzfähig zu machen. Viele Jahre standen die Lok - eine "Gmeinders" - und eine Lore auf dem Bauhof des Straßenbauamts in Eschenbach.

Der Aktionstag beginnt um 14 Uhr im Nußsteinhaus, wo Martin Kohl die Kalkgewinnung und -verarbeitung vorstellen wird. Danach geht es zum Steinbruch nach Ernstfeld. Unterwegs kann im Bauhof der Firma Kollmer die Feldbahn besichtigt werden: Kohl wird die Lok "umlassen". Nächste Station ist der Kalkofen am Pröller. Zu Fuß marschieren die Teilnehmer dann weiter zum ehemaligen Kalkwerk der Firma Prüschenk. Zurück im Nußsteinhaus am Marktplatz 8, kann auf drei großen Schautafeln die Kirchenthumbacher Kalkgeschichte anhand vieler Bilder und Texte nachverfolgt werden. Es besteht auch die Möglichkeit zur Besichtigung der Gesteins- und Mineralienausstellung. Für Besucher, die nicht so gut zu Fuß sind, steht ein Kleinbus zur Verfügung. Der Kulturkreis bietet im Nußsteinhaus Kaffee und Kuchen an.

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