25.06.2019 - 11:55 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Die Vollendung der Taufe

Nach dreijähriger Pause wird am Donnerstag, 27. Juni, erneut die Firmung, eines der sieben Sakramente der römisch-katholischen Kirche, in der Pfarrkirche gespendet. Dazu kommt Weihbischof Reinhard Pappenberger in die Pfarrei.

Der Kirchenchor im Jahr 1951. Wenn der Bischof zur Firmung kam, lief das Ensemble zur Bestform auf.
von Fritz FürkProfil

In der katholischen Kirche ist die Firmung die Vollendung der Taufe. Zusammen mit dieser und der Eucharistie bildet sie die drei Sakramente der christlichen Initiation. Die Firmung wird als Gabe der Kraft des Heiligen Geistes an den Gläubigen verstanden.

Das Sakrament wird innerhalb einer Messfeier gespendet. Die Firmlinge erneuern das Taufbekenntnis, ehe sie in Begleitung ihres Paten vor den Firmspender treten. Bei der Firmung legt der Pate seine rechte Hand auf die Schulter seines Firmkindes. Zum Empfang der Kommunion sind danach neben den Paten auch die Eltern und Angehörigen eingeladen.

Folgende Hinweise sollten beachtet werden: Die Bänke der beiden Mittelblöcke sind für die Firmlinge und ihre Paten reserviert. Diese sollten um 9.15 Uhr in der Kirche sein. Der Festgottesdienst beginnt um 9.30 Uhr.

Früher, bis in die 1960er Jahre hinein, war die Firmung, die damals alle vier Jahre stattgefunden hat, ein großes kirchliches Fest. Kirche, Pfarrhof und Straße waren mit Fahnen und Birken geschmückt. Nahezu Aufsehen erregend war, wenn Erzbischof Dr. Michael Buchberger mit seiner schwarzen Dienstkarosse in den Pfarrhof einbog. Viele Menschen säumten dann die Straßen und winkten dem Oberhirten aus Regensburg zu. Alle Kinder, auch die Nichtfirmlinge, wurden intensiv auf diesen großen Tag vorbereitet. Nichts durfte schiefgehen. Der Kirchenchor legte Wochen vorher Sonderpoben ein und lief am Tag der Firmung zur Höchstform auf.

Bischof Dr. Michael Buchberger hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg dafür eingesetzt, dass "in der Kreuzleite", auf Erbbaurecht Wohnhäuser gebaut werden konnten. Später gingen diese Grundstücke im Tauschverfahren als Eigentum an die Häuslebauer über. Pfarrer Josef Bollmann war bei allen diesen Aktionen der Initiator. Die politische Gemeinde hat es dem "Herrn Bischof" gedankt und ihm eine Straßen gewidmet, die Buchbergerstraße.

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