Bierwirtschaft Hüthäusl eröffnet in Kleinschönbrunn

Zwei Gasträume in hellen Holztönen, eine moderne Küche und Sanitäranlagen und draußen an der Frontseite prominent ein weißblaues Emblem: Im denkmalgeschützen "Hüthäusl" hat nach fast sechsjährigen Umbauarbeiten eine Bierwirtschaft eröffnet.

Die Frontansicht des Hüthäusls bei der Eröffnung der Bierwirtschaft.
von Martin LindnerProfil

"Viele sind während der Bauphase auf uns zugekommen und haben gefragt: Kann man etwas helfen? Nun, dafür habt ihr jetzt ein Wirtshaus", bedankte sich Wirt Andreas Götz bei den Kleinschönbrunnern während der Eröffnungsfeier der Bierwirtschaft.

Pfarrvikar Everest Lubuulwa und Freihungs erster Bürgermeister Norbert Bücherl gratulierten den Wirtsleuten Claudia Kummer-Götz und Andreas Götz zur Eröffnung der Bierwirtschaft an der Vilsquelle (von links). Bücherl überreichte ein Marktwappen aus Ton als Geschenk.

Über 100 Jahre

Nach über fünf Jahren und etwa 5000 Arbeitsstunden am denkmalgeschützten ehemaligen Hüthäusl der Gemeinde bewirtet Andreas Götz zusammen mit seiner Frau Claudia Kummer-Götz nun Gäste direkt an der Vilsquelle von Mittwoch bis Sonntag. In seiner Ansprache an die Gäste und im persönlichen Gespräch mit Onetz erläuterte Freihungs Bürgermeister Norbert Bücherl die Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes und der nun abgeschlossenen Umbauarbeiten. So hätten Holzanalysen ergeben, dass das Hüthäusl etwa um 1906 von der Gemeinde erbaut worden sei. Seinen Namen hat das Haus von der ersten Nutzung aus dieser Zeit: es diente den Viehhütern als Herberge. Über seine hundertjährige Geschichte blieb das Hüthäusl in Besitz der Gemeinde und war zuletzt bis 2011 an eine Privatperson vermietet. Nach deren Auszug reiften im Gemeinderat Überlegungen, das Hüthäusl anders zu verwenden. "Die Forderung war, das Häusl an der neugeschaffenen Vilsquelle als öffentliche Gaststätte oder als Gemeinschaftshaus neu zu nutzen", erklärt Bücherl. "Wer das Hüthausl damals gekannt hat, konnte sich bestimmt nicht vorstellen, was die Eheleute Götz aus dem baufälligen Gebäude geschaffen haben", bemerkte er anerkennend. Im November 2013 erwarben die Wirtsleute das Haus und bauten es unter der Beachtung der denkmalschutz- und gaststättenrechtlichen Bestimmungen um - betreut vom Architekten Johann Ernst und mit der Hilfe regionaler Handwerksbetriebe. Zudem sei das Projekt mit Mitteln aus der Dorferneuerung gefördert worden, so Bücherl. Er und die anwesenden Mitglieder des Gemeinderates sehen die neu eröffnete Bierwirtschaft als ein Element in der "ganzheitlichen Erschließung der Vilsquelle" und erhoffen sich von der Bewirtung eine touristische Aufwertung des Areals.

Eine Ansicht des baufälligen Hüthäusls von 2012 vor den Umbauarbeiten.

Gemeinschaft stärken

Gastlichkeit und Gemeinschaft wünschte auch Pfarrvikar Everest Lubuulwa während seiner Segnung. Er gab den Kleinschönbrunnern einen Spruch von den Türen des Speisesaals seines Priesterseminars in Uganda mit auf dem Weg: "Freundschaft bedeutet gemeinsames Essen." Der Geistliche betonte, dass eine gemeinschaftliche Stärkung mit Speisen immer auch eine Stärkung von alten und neuen Kontakten sei. Zu diesem Zweck hat die Bierwirtschaft Hüthäusl nun immer von Mittwoch bis Freitag von 17 bis 24 Uhr und am Wochenende von 10 bis 24 Uhr geöffnet.

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