Maria Vorbild aller Pilger

Geschmückte Straßen und Häuser, kleine Fahnen in den Kirchenfarben auf dem kurzen Weg zur Kirche, in der Marienkirche Sonnenblumen-Gestecke im Altarraum: Es ist Patrozinium.

Mit der Teilnahme an der Prozession mit dem Alerheiligsten nach dem Gottesdienst legten viele ein Glaubensbekenntnis ab.
von Erich SpickenreitherProfil

(es) Der Kirchenzug formiert sich um 8.30 Uhr: die vielen Vereine der Pfarr- und Marktgemeinde Tännesberg, aus Etzgersrieth und Böhmischbruck, der Kirchenausschuss Kleinschwand, die Kirchenverwaltung und der Pfarrgemeinderat Tännesberg, der Gemeinderat mit den Bürgermeistern Max Völkl und Hans-Peter Klünner, Bürgermeister Fritz Steinhilber von der Gemeinde Moosbach, vorneweg Kreuzträger, Fahnenbegleiter, Ministranten, Pfarrer Wilhelm Bauer und Diakon Norbert Hammerl. Zu den Klängen von "Bayrisch Blech" ging es zum 9-Uhr-Gottesdienst in die Marienkirche.

Pfarrer Wilhelm Bauer stellte anlässlich des Patroziniums in seiner Predigt die Muttergottes in den Mittelpunkt und fragte, was sie uns zu sagen habe. Mit ihrem "Siehe, ich bin die Magd des Herrn" habe sie sich ganz dem Willen Gottes unterstellt. "Wer überlässt sich in unserer Zeit der Selbstverwirklichung schon dem Willen Gottes?", schob Bauer als Frage nach. Auf dem Weg zu ihrer Verwandten Elisabeth habe Maria das Magnifikat "Hochpreiset meine Seele den Herrn" gebetet. Damit sei sie für alle Wallfahrer und Pilger ein Vorbild geworden. Pilgern ist für Pfarrer Bauer kein Volksmarathon, sondern ein Beten mit dem Mund, den Füßen und dem Herzen. Maria bezeichnete er als eine meditative Frau und die Marienverehrer als beschauliche Christen. "Die Muttergottes sollten wir uns zum Vorbild nehmen."

Die Prozession mit dem Allerheilgsten unter dem Baldachin (Pfarrer Bauer) und Vorbeter (Diakon Hammerl) durch den Ort war ein eindrucksvolles Glaubensbekenntnis. Dazwischen spielte immer wieder "Bayrisch Blech". Mit dem eucharistischen Segen vor der Kirche endete der kirchliche Teil.

Einen großen Durst hatten alle zum zünftigen Frühschoppen in der Festhalle Balk mit der Kapelle "Bayrisch Blech" mitgebracht. Auch draußen waren noch Tische und Bänke aufgestellt. Ab 11.30 Uhr gab es Mittagessen. Zur Kaffeezeit am Nachmittag hatten die Besucher bei dem großen Angebot an selbstgebackenen Kuchen, Kücheln und Torten die Qual der Wahl.

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