18.06.2018 - 12:08 Uhr

Wenn Knochen leicht brechen

Rund 30 Gäste lauschten Chefärztin Elisabeth Eißner bei ihrem Vortrag "Osteoporose erkennen und behandeln". Seniorenbeauftragte Anneliese Krenkel hatte die Fachärztin für Orthopädie am Waldsassener Krankenhaus eingeladen.

Seniorenbeauftragte der Gemeinde, Anneliese Krenkel, begrüßte Chefärztin Elisabeth Eißner (links) zum Vortrag im Foyer der Mehrzweckhalle. DEN
Seniorenbeauftragte der Gemeinde, Anneliese Krenkel, begrüßte Chefärztin Elisabeth Eißner (links) zum Vortrag im Foyer der Mehrzweckhalle.

(den) "Wenn ich mich so umsehe, weiß ich gar nicht, ob noch viel vorzubeugen ist", schmunzelte die Chefärztin. In ihrem kurzweiligen, informativen Vortrag erklärte Elisabeth Eißner, woher der Name Osteoporose kommt: "Osteo" heißt Knochen und "Poros" kommt von porös. Der Knochen breche leicht, erläuterte Eißner und gab auch gleich ein Beispiel aus der Praxis: Ein früherer Klassiker aus der Klinik waren die Rippenbrüche beim Hineinbeugen in die Tiefkühltruhe.

Rund 6,3 Millionen Osteoporose-Patienten gäbe es, die Dunkelziffer sei allerdings noch viel höher. "Rein von der Materialbeschaffenheit sind die Menschen auf 40 und nicht auf 80, 90 Jahre ausgelegt", dozierte die Orthopädin. Daher ist Rat: Vorbeugen. Körperlich aktiv bleiben, denn "viel Bewegung ergibt einen festen Knochen", so ihr Rat. Beim Zähneputzen auf einem Bein balancieren helfe beim Fitbleiben enorm und sei das "perfekte Training". Auch die Ernährung spiele eine große Rolle, wobei ein bisschen auf den Rippen hier nicht schaden würde. Kalzium und Vitamin D sind bei der Vorbeugung von Osteoporose das Wichtigste.

In Käse, Milch und Mineralwasser finde man am häufigsten Kalzium, "je härter der Käse und so mehr Kalzium", verriet Eißner. Vitamin D dagegen könne die Haut bei genügend Sonneneinstrahlung selbst herstellen. Genügend Beleuchtung, Vermeidung von Stolperfallen wie Teppichen und Kabeln sowie eine ausgeglichene Ernährung sind die beste Sturzvermeidung.

Seniorenbeauftragte Anneliese Krenkel bedankte sich für den gelungenen Vortrag und hatte für die Gäste noch einige Infos zum Landespflegegeld und wie sie sich bei Veranstaltungen vor Taschendiebstählen schützen kann. Außerdem kündigte sie an, dass Landrat Wolfgang Lippert am Montag, 13. August, zum Wiesenfest nach Kemnath einlädt. Anmeldung und nähere Infos gibt es bei Krenkel. Der nächste Termin für den Seniorennachmittag ist am Montag, 10. September. Dann spricht Notar Marcel Wollmann zum Thema "Wie vererbe ich richtig". Der angekündigte Seniorenausflug verschiebt sich auf Oktober, da das "größte Holzei am Steinbergersee" noch im Bau ist.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.