Köfering bei Kümmersbruck
06.09.2026 - 10:57 Uhr

Albert Göldner feiert 95. Geburtstag

Albert Göldner feiert seinen 95. Geburtstag und blickt auf ein bewegtes Leben zurück, von der Flucht aus Schlesien bis zur Karriere bei Siemens.

Vergangenen Samstag feierte Albert Göldner (r.) seinen 95. Geburtstag, wozu ihm, auch im Namen des Oberbürgermeisters Michael Fritz Bürgermeisterin Birgit Fruth (l.) gartulierte. Bild: Gerhard Franz
Vergangenen Samstag feierte Albert Göldner (r.) seinen 95. Geburtstag, wozu ihm, auch im Namen des Oberbürgermeisters Michael Fritz Bürgermeisterin Birgit Fruth (l.) gartulierte.

Vergangenen Samstag feierte Albert Göldner im Kreise seiner Familie seinen 95. Geburtstag. Göldner wurde am 5. September 1931 als jüngstes von vier Kindern in Buchwald, Niederschlesien, geboren. Dort besuchte er die Volksschule und anschließend ein Gymnasium in Sprottau. Der Jubilar machte eine Ausbildung zum Elektriker und legte 1959 die Meisterprüfung ab. Danach studierte er Elektrotechnik an der Universität in Gießen an der Lahn. Ab 1962 arbeitete er über 30 Jahre im Amberger Siemens-Gerätewerk im Bereich Qualitätssicherung. 1992 ging Albert Göldner in Rente. Mit 30 Jahren heiratete er Irene, eine Schneidermeisterin. Das Paar bekam drei Kinder und später zwei Enkelkinder. Irene und Albert Göldner verbrachten gerne ihren Urlaub in Italien.

Beruflich war der Jubilar einige Male in Fernost, mehrere Monate jeweils in Indien und auch in China. In seiner Freizeit engagierte sich Albert Göldner im örtlichen Fischereiverein und kontrollierte als Fischereiaufseher, dass an den Gewässern im Einzugsbereich des Amberger Fischereivereins die gesetzlichen Vorgaben eingehalten wurden. Während der Pilzsaison konnte man Albert Göldner häufig im Wald antreffen. Seine Ehefrau Irene verstarb vor neun Jahren, und seit gut einem Jahr wohnt Albert Göldner im Seniorenheim der Caritas in der Friedlandstraße. Woran sich der Jubilar immer noch mit Schrecken erinnert, ist seine Flucht aus der Heimat. Am 10. Februar 1945 verließ er mit dem Zug seine schlesische Heimat.

Göldner erlebte im Alter von 14 Jahren bei der Flucht aus seiner niederschlesischen Heimat in der Nacht vom 11. auf den 12. Februar 1945 den verheerenden Bombenangriff auf Dresden mit, „was ich niemals vergessen werde“. Bei einem Zwischenstopp in Dresden bombardierten die Alliierten in der Nacht die Stadt, aber der jugendliche Albert Göldner überlebte den Bombenhagel.

Persönlich gratulierte Ambergs Bürgermeisterin Brigit Fruth. Sie übermittelte auch die Glückwünsche des Oberbürgermeisters Michael Fritz sowie des gesamten Stadtrates und überreichte einige Euro Amberger Stadtgeld.

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