24.03.2019 - 16:40 Uhr
Köfering bei KümmersbruckOberpfalz

Köferinger renovieren ihre Kapelle selbst

Pfarrer Wolfgang Bauer ist froh "seine Köferinger" zu haben. Nicht nur, weil die Köferinger Vereine regelmäßig finanziell für den Erhalt der Dorfkapelle spenden. Mit viel Eigeninitiative soll das Gotteshaus bald in neuem Glanz erstrahlen.

Gemeinsam renovieren sie die Kirche in Köfering: Andreas Hirsch, Benjamin Herrmann, Werner Koller, Dominik Wagner, Tobias Wagner, Maximilian Hirsch, Benedikt Koller und Thomas Fertsch (von links).
von Andreas Brückmann (brü)Profil

Die Führungspersonen der verschiedenen Vereine packten in der jüngeren Vergangenheit auch selbst mit an, um ihre Dorfkapelle zu restaurieren. Die existierte bereits Anfang des 18. Jahrhunderts neben dem Dorfweiher. Ab 1726 wurde sie nach und nach von einer Holz- in eine Steinkapelle umgewandelt. Den großen Brand in Köfering am 20. September 1782 überstand die kleine Kapelle nur mit Glück und Gottes Segen, heißt es. So ist Burschenvereinsvorsitzender Andreas Hirsch froh, dass die Kirche frühere und aktuelle Gewitter überstand. Er leiste gerne einen Beitrag, um das Kirchlein auch in der heutigen Zeit wieder in Stand zu setzen.

Eine Restaurierung war laut Pfarrer Wolfgang Bauer und Werner Koller dringend notwendig. Koller, Mesner und Mitglied der Kirchenverwaltung, kennt die Kapelle in und auswendig und leider auch die Schadstellen, welche sich gerade innen im Mauerwerk über die Jahrhunderte bemerkbar machten.

Thomas Fertsch ist froh, mit anpacken zu dürfen. Er freut sich, dass das ganze Dorf mitmacht. So durften Altar und Kirchenbänke am Palerhof und Miartlbauernhof eingelagert werden. Warum der Beichtstuhl gerade am Miartlbauernhof eingelagert wurde, dürfte Bestandteil der Barnabas-Rede am Bockbierfestwochenende Ende März sein. Die aktiven Kirwaburschen Tobias und Dominik Wagner, Maximilian Hirsch sowie Alt-Kirwabursch Benjamin Herrmann waren vom Zusammenhalt des Dorfes und vor allem vom intakten Vereinsleben beeindruckt.

Sie packten gerne mit Benedikt Koller, zweiter Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins Köfering, an, um die Kapelle für die weiteren Arbeiten vorzubereiten. Die Firma Wifling wird den Innenputz erneuern. Die Malerfirma Graf wird die Kapelle dann abschließend in neuem Glanz erscheinen lassen.

Wie der Bruder Barnabas wird auch Pfarrer Wolfgang Bauer froh sein, wenn dann wieder mehr Köferinger hineingehen zur Messe. Rausgeputzt hat sie sich jedenfalls bald für viele Besucher, die kleine jahrhundertalte Dorfkapelle in Köfering.

Info:

Ablauf der Kirchenrenovierung

15. März: Die Helfer haben die Kirche ausgeräumt. Die Kirchenbänke wurden bei Wolfgang Schmalzl untergestellt, Altar, Ambo und Beichtstuhl bei Edi Hirsch.

16. März: KBV sowie aktive und ehemalige Kirwaburschen entfernten unter der Leitung von Sakristei-Manager Werner Koller den alten Putz.

19. März: Die Firma Wifling trug neuen Putz auf. Der braucht circa fünf bis sechs Wochen zum trocknen. Malermeister Graf weißelt danach.

29. Mai: Der erste Gottesdienst in der renovierten Kirche soll gefeiert werden.

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