06.10.2020 - 16:33 Uhr
Köglitz bei KemnathOberpfalz

Liebe als Weg zu Gott aufgezeigt

Ihr Leben war kurz, doch mit ihrer Lehre beeindruckte Theresa von Lisieux Christen auf der ganzen Welt. Da die Wort der Heiligen auch in Köglitz Gehör finden, konnte Pfarrer Heribert Stretz dort einen Festgottesdienst feiern.

Der Männergesangverein aus Waldsassen (hinten) begleitete den von Pfarrer Heribert Stretz (rechts) gestalteten Gottesdienst vor der Kapelle. Bild: hl
von Hans LukasProfil

Vor sechs Jahren wurde die von der Familie Schleicher in Köglitz erbaute Kapelle der heiligen Theresa von Lisieux geweiht. Zum Patrozinium fand nun der Festgottesdienst im Freien vor dem Gotteshaus statt.

Pfarrer Heribert Stretz ging in seiner Predigt auf das zwar kurze, aber segensreiche Leben der heiligen Theresa ein. Als Kind armer Eltern wuchs sie in einem christlichen Elternhaus und fand schon sehr früh dem Vorbild ihrer Schwestern folgend ihre Berufung in einem Kloster. Obwohl sie kein Theologiestudium hatte, las sie intensiv die Heilige Schrift. In ihren Aufzeichnungen standen stets die Liebe, die Hinführung und der Weg zu Gott im Mittelpunkt.

Sie habe auf die Herablassung des liebenden und barmherzigen Gottes, dessen Kinder wir ja seien, vertraut, erklärte der Seelsorger. Kein Vater würde ein liebendes Kind abweisen. Es sei das Vertrauen, das zur Liebe führe. Dies sei einer der Kernsätze von Theresas Lehre. Sie schenkte uns mit ihrer Lehre der Liebe einen Weg zu Gott, den jeder gehen könne.

Die Heilige trat mit 15 Jahren ins Kloster ein, das sie bis zu ihrem frühen Tod mit 24 Jahren, am 30. September 1897, nicht mehr verließ. Die Seligsprechung erfolgte 1923, die Heiligsprechung 1925. 1997 erhob sie Papst Johannes Paul II. zur Kirchenlehrerin.

Der Gottesdienst gestaltete der Männergesangverein Waldsassen unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstettter musikalisch. Die Lesung trug Irene Schleicher vor, die Fürbitten Tanja Tretter. Am Schluss dankte Irene Schleicher allen, die den Gottesdienst mit vorbereitet haben und besonders Pfarrer Heribert Stretz für die feierliche Gestaltung der Messe.

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