10.03.2019 - 10:37 Uhr
Königshütte bei LeonbergOberpfalz

Digitalisierung und Bürokratie-Abbau

Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht informiert sich in Königshütte. Themen sind die Digitalisierung, der Fachkräftemangel und notwendige Fördermittel.

CSU-Politiker besuchten die Firma Weck in Königshütte und suchten den Meinungsaustausch mit der CSU Leonberg. Mit dabei waren (von links) stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender Roland Grillmeier, Martin Teubner, CSU-Ortsvorsitzender Max Zintl, Johannes Kirchner, MdB Albert Rupprecht sowie die CSU-Gemeinderäte Alois Männer und Peter Haberkorn.
von Josef RosnerProfil

"Die Digitalisierung ist ein Muss, um konkurrenzfähig bleiben zu können. Hierfür sind Investitionen nötig, die aber von kleinen mittelständischen Unternehmen nur schwer zu stemmen sind", sagte Johannes Kirchner, Inhaber der Firma Weck in Königshütte. CSU-Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht besuchte den Betrieb, um sich über Chancen und Möglichkeiten zu erkundigen. Im Anschluss traf sich der Abgeordnete noch mit Vertretern der Leonberger CSU.

Straßenausbau

Erstes Thema in Königshütte war der Zustand der Ortsdurchfahrt. CSU-Ortsvorsitzender Max Zintl bat um die Sanierung der Straße ab Neuhof bis Neumühle. Die Kreisstraße TIR 3 stehe schon lange in der Diskussion, nur angepackt wurde die Maßnahme bislang noch nicht. Zintl forderte: "Alle müssen an einem Strang ziehen, damit diese Straße endlich ausgebaut wird." Johannes Kirchner, Chef der Firma Weck, informierte, dass sein Unternehmen, das er in der fünften Generation leitet, heuer 130 Jahre alt wird. Entstanden ist die Firma aus einer Möbelschreinerei, wurde dann Sägewerk. Von 1982 bis 2012 leitete Eberhard Kirchner die Firma; seit 2013 steht Sohn Johannes Kirchner an der Spitze der Firma. Das Unternehmen hat sich jetzt auf Paletten und Form-Verpackungen spezialisiert. "Wir sind Generaldienstleister der Schott AG. Wir betreuen Kunden bis in 100 Kilometer Entfernung." Aktuell zählt die Firma Weck 25 Mitarbeiter. Integriert im Unternehmen sind eine Zimmerei und der Logistikstandort in Mitterteich.

Wichtige Förderung

Dank zollte Kirchner Albert Rupprecht für die GRW-Förderung. Nur dadurch seien weitere Investitionen vor allem am Standort Mitterteich möglich gewesen. Mittels GRW-Förderung können Betriebe in strukturschwachen Regionen unterstützt werden. Weitere Investitionen seien geplant. Johannes Kirchner bat um weitere Fördergelder für Kleinbetriebe im ländlichen Raum, auch um sich breiter aufstellen zu können. Denn nur so sei es möglich, gegen größere Unternehmen konkurrenzfähig zu bleiben. Große Firmen kämen leichter an Fördermittel. Kirchner forderte deshalb einen Abbau bürokratischer Hürden. Weiteres Thema war der Fachkräftemangel, der sich auch in seinem Unternehmen bemerkbar mache. Kirchner drängte auf Anreize im Bereich Ausbildung.

Probleme mit Mobilfunk

Nach dem Firmenbesuch gab es noch ein Gespräch mit den Verantwortlichen des CSU-Ortsverbandes Leonberg. Martin Teubner sprach dabei Probleme hinsichtlich Mobilfunk an. Die Versorgung des Gemeindegebiets geschehe durch verschiedene Funknetzanbieter. Dies sei der Grund, warum die Gemeinde beim Ausbau keine Fördermittel aus dem Mobilfunkpakt der Bayerischen Staatsregierung beantragen könne.

CSU-Ortsvorsitzender Max Zintl wies Albert Rupprecht auf die Probleme der kleinbäuerlichen Familienbetriebe hin. Die Politik erlasse Verordnungen und Auflagen zum Klimaschutz und für die Energiewende, "vergisst dabei aber, dass gerade familiengeführte Kleinbetriebe Probleme haben, diese finanziell umzusetzen". Dabei seien diese Landwirtschaftsbetriebe die Säulen des Klimaschutzes und der Energiewende, so Zintl. Er forderte deshalb effektive und dauerhafte Förderprogramme, um Hofnachfolgen finanziell attraktiv und rentabel zu gestalten.

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