27.10.2020 - 11:45 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Atemschutz und Navis: Marktrat erwartet Eigenbeitrag der Feuerwehr Königstein

Gut 10 000 Euro bewilligt der Marktrat für Ersatz- und Neubeschaffungen von Geräten bei der Feuerwehr Königstein. Alle Wünsche erfüllt er aber nicht.

Gut ein Jahr liegt der Brand in einem leerstehenden Altbau in der Unteren Vorstadt in Auerbach zurück. Auch die Feuerwehr Königstein beteiligte sich an diesem Einsatz.
von Autor SCKProfil

Derzeit nutzt die Feuerwehr Königstein acht Atemschutzgeräte der Firma Dräger, die bereits 18 Jahre alt sind und regelmäßig gewartet werden müssen. Im kommenden Jahr wäre es wieder so weit. Nach Auskunft der Feuerwehr Amberg seien dafür Kosten von 10 350 Euro zu erwarten, heißt es in den Erläuterungen von Kommandant Wolfgang Platzer zu seinem Antrag an den Marktrat.

Bei einer Sammelbestellung mit der Feuerwehr Amberg biete die Firma Dräger an, die Altgeräte für je 560 Euro zurückzukaufen und Ersatz zum Stückpreis von 1540 Euro zu liefern. Zuzüglich Mehrwertsteuer ergäben sich Kosten von knapp 9000 Euro. Neue Atemschutzgeräte ohne Rückkauf der alten Modelle schlügen in anderen Angeboten zwischen 13 000 und 17 000 Euro zu Buche, stellte Platzer gegenüber. Vor diesem Hintergrund entschied sich der Marktrat einstimmig dafür, den Tauschhandel mit der Firma Dräger abzuwickeln.

Weiter ging's mit dem Wunsch der Feuerwehr Königstein, zwei Einsatznavigationsgeräte vom Typ Lardis One zu beschaffen. Diese Funksteuerkonsole für das Armaturenbrett stelle eine einfache Lösung dar für Einsatzfahrzeuge mit nur einem Digitalfunkgerät. Es erleichtere jede Einsatzfahrt und unterstütze die Feuerwehrleute. Kommandant Platzer würde solche Geräte gern im Löschfahrzeug 20 Katastrophenschutz und im Hilfeleistungs-Löschfahrzeug 20 sehen. Die Firma Abel & Käufl in Landshut biete ein solches Navi zum Preis von 1397 Euro ohne Mehrwertsteuer an. Über die Fahrtroute hinaus zeige es Einsatzdaten an, steuere den Funk, liefere Infos über eventuelles Gefahrgut oder Schnittstellen zur Öffnung von Fahrzeugen zur Rettung eingeschlossener Personen.

Lardis One gehört jedoch nicht zur Standardausrüstung eines Einsatzfahrzeugs. Deshalb warf Fraktionssprecher Hans Koch ein, dass die Ortsteil-Feuerwehren meist einen eigenen Beitrag zur Finanzierung von Extras leisten. Das stünde auch der Feuerwehr Königstein gut zu Gesicht. Angesichts der vollen Kostenübernahme für die Atemschutzgeräte und des kürzlich beschlossenen Kaufs des LF 20 hielt er eine 50:50-Beteiligung für angebracht.

Diese Linie verfolgte auch Bürgermeister Bernhard Köller mit seinem Vorschlag, ein Navigationsgerät Lardis One bei der Firma Abel & Käufl auf die Rechnung der Marktgemeinde zu bestellen. Das zweite Gerät könne dann die Feuerwehr kaufen. Der Marktrat fasste den Beschluss gegen drei Stimmen.

Neuer Anlauf für Baugebiet Am Weihergarten

Zum Bebauungsplan Am Weihergarten in Königstein billigte der Marktrat einstimmig den geänderten Entwurf und beauftragte die Verwaltung, eine erneute, verkürzte und beschränkte Auslegung vorzubereiten. Der Satzungsbeschluss vom Mai 2019 ist damit aufgehoben. Neu im Plan sind ein zweites nördliches Regenrückhaltebecken, die Anordnung der Straßenbäume - insbesondere am Eingang zum Bauhof und im Anliegerbereich - sowie die Anpassung des Ausgleichsflächenplans. Für die Änderungen im Plan wird nun erneut die Zustimmung der Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange eingeholt.

Neues Feuerwehrfahrzeug für 400 000 Euro

Königstein
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.